Kompakt

Ben Salomo, Briefe, Buchstabiertafel

Ben Salomo Foto: imago images / APress

Ben Salomo
Der Musiker, Publizist und Referent Ben Salomo ist am Sonntag mit dem »Internationalen Pforzheimer Friedenspreis« ausgezeichnet worden. »Ben Salomo kann durch seinen Einsatz gegen Antisemitismus als vorbildhaft für Zivilcourage und Friedensarbeit gesehen werden und ist daher in den Augen der Jury ein besonders würdiger Träger eines Internationalen Pforzheimer Friedenspreises«, heißt es in der Begründung der Stadt Pforzheim. Ben Salomo veranstaltete viele Jahre lang das Format »Rap am Mittwoch«. 2015 moderierte er die Jewrovision, 2019 veröffentlichte er mit Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens seine Autobiografie. ja

Briefe
Das Jüdische Museum München hat im Suhrkamp/Insel-Verlag Briefe des langjährigen FC-Bayern-Präsidenten Kurt Landauer (1884–1961) veröffentlicht. Herausgegeben wurde das Buch von Jutta Fleckenstein und Rachel Salamander unter Mitarbeit von Lara Theobalt und Lilian Harlander. Unter der Leitung von Landauer gewann der Verein 1932 seine erste Deutsche Fußball-Meisterschaft. Doch 1933 wurde Landauer als Jude gezwungen, vom Amt zurückzutreten. 1938 deportierten ihn die Nazis nach Dachau. Später gelang ihm die Flucht in die Schweiz. kna

Buchstabiertafel
Eine erste Version für die geplante Neufassung der Buchstabiertafel soll bis Herbst vorgelegt werden. Statt Namen sollen künftig Städte als Referenz für die richtige Schreibweise von Wörtern benutzt werden. Symbolisch soll zusätzlich eine weitere Tafel veröffentlicht werden, die auf die Weimarer Republik zurückgeht und jüdische Vornamen enthält. Von den Nazis war etwa »Nathan« für »N« durch »Nordpol« ersetzt worden, der ihnen als Herkunftsort der Arier galt. Die Natio-nalsozialisten hatten 1934 jüdische Namen wie zum Beispiel »David« und »Nathan« aus der Tafel entfernt und durch »Dora« und »Nordpol« ersetzt. Nach 1945 wurden die meisten Änderungen nicht rückgängig gemacht. dpa/epd

Daniel Kehlmann
Trotz Corona-Beschränkungen kommen rund 20 bekannte Autoren in diesem Jahr zum »Open-Air-Literaturfest LIT:potsdam« vom 1. bis 6. Juni. Bestsellerautor Daniel Kehlmann wird eine Rede zur Beziehung von Kunst und Künstlicher Intelligenz halten. Das Festival steht unter dem Motto »Starke Worte. Schöne Orte« und findet unter anderem in Gärten von Potsdamer Villen, des Museums Barberini, des Kulturquartiers Schiffbauergasse und des Parks Babelsberg statt. dpa

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