Fernsehen

ARD zeigt Serie »Holocaust« noch einmal

Die mit acht Emmys ausgezeichnete Serie hat auch in Deutschland Fernsehgeschichte geschrieben. Foto: WDR/Degeto

Die TV-Serie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss kommt zurück ins Fernsehen. Auf Initiative des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zeigen drei ARD-Sender den amerikanischen Vierteiler aus dem Jahr 1978 Anfang Januar noch einmal, wie der WDR mitteilte.

Die mit acht Emmys ausgezeichnete Serie hat auch in Deutschland Fernsehgeschichte geschrieben: Sie war im Januar 1979 in den dritten Programmen der ARD zu sehen, erreichte einen Marktanteil von bis zu 39 Prozent und löste intensive Diskussionen aus.

WIRKUNG Kritiker warfen der Serie damals vor, die Geschichte des Holocausts zu trivialisieren. Gleichzeitig gab es Forderungen, eine Fernsehserie über den Massenmord an den europäischen Juden sei der Bevölkerung nicht zuzumuten.

Die mit acht Emmys ausgezeichnete Serie hat auch in Deutschland Fernsehgeschichte geschrieben.

Holocaust erzählt die Geschichte der jüdischen Arztfamilie Weiss, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Berlin lebt. In den Hauptrollen sind unter anderem Fritz Weaver und Meryl Streep zu sehen.

Nun zeigen WDR, NDR und SWR Fernsehen Holocaust 40 Jahren nach der deutschen Erstausstrahlung erneut.

PRÄGEND »Vielen der 20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer brannten sich damals Bilder und Wahrheiten ins Gedächtnis, die man sich bis dahin trotz allen Wissens einfach nicht vorstellen wollte oder verdrängt hatte«, sagte WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.

Vielen der 20 Millionen Zuschauer brannten sich damals die Bilder für immer ins Gedächtnis.

»Ich selbst habe, wie viele meiner Generation, Holocaust mit der ganzen Klasse als 14-Jähriger auf Videorekorder im Unterricht gesehen. Es war erschütternd, das werde ich nie vergessen«, so  Schönenborn weiter. dpa

Kulturkolumne

Heißt David demnächst »Dschihad«?

Warum Michelangelo heute nie den Goldenen Löwen der Kunstbiennale-Jury von Venedig bekommen hätte

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026

Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026

Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 07.05.2026

Satire

Wie die Jüdische Allgemeine in 80 Jahren entsteht

Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

von Ralf Balke  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Presse

Laut und deutlich

Jüdische Zeitungen verstanden sich stets als Stimme ihrer Leserschaft. Daran hat sich auch in Deutschland bis heute wenig geändert

von Philipp Lenhard  07.05.2026

Presse

Stimme des Neubeginns

Anfang 1946 kehrten Karl und Lilli Marx aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und übernahmen in Düsseldorf die Herausgeberschaft eines jüdischen Gemeindeblattes. Im Laufe der Jahre ging daraus die Jüdische Allgemeine hervor. Porträt eines Vermittlerpaares

von Ralf Balke  07.05.2026