Berlin

Antisemitismusbeauftragter für alle Hochschulen soll kommen

Ina Czyborra, SPD Foto: picture alliance / dts-Agentur

Berlin soll einen Antisemitismusbeauftragten für alle Hochschulen bekommen. Die Details würden derzeit noch im Senat besprochen, sagte Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra während einer Pressekonferenz im Roten Rathaus. »Ich hoffe, dass wir in absehbarer Zeit zu einem Ergebnis kommen«, sagte die SPD-Politikerin. Zuletzt hatte unter anderem der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, vom Berliner Senat gefordert, einen zentralen Antisemitismusbeauftragten für die Unis einzuberufen.

Was ist Wissenschaftsfreiheit, was ist Meinungsfreiheit und wo endet sie? »Dabei kann diese Stelle helfen«, so die SPD-Politikerin. Es gehe auch darum, Hochschulen zum Umgang mit Antisemitismus zu beraten. Wie kann weiter für das Thema sensibilisiert werden, was braucht es für Schulungen, was für öffentliche Veranstaltungen?

Gewalt habe an den Hochschulen keinen Platz, sagte Czyborra. Antisemitismus müsse mit allen Mitteln bekämpft werden. »Natürlich geht es ganz besonders auch um die Sicherheit jüdischer Studierender und jüdischer Mitarbeitender an unseren Hochschulen.«

Verurteilung von Shapira-Angreifer »extrem wichtig«

Die Verurteilung eines 24-jährigen Mannes wegen des brutalen Angriffs auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira bezeichnete die Senatorin als »extrem wichtig«. Es mache für alle deutlich, dass Gewaltausbrüche Konsequenzen hätten.

Der Angeklagte hatte die Gewalttat vor Gericht gestanden, den Vorwurf von Antisemitismus aber zurückgewiesen. Laut Urteil schlug er seinen früheren Kommilitonen Shapira mit der Faust nieder. Als der blutend am Boden lag, folgte mit voller Wucht ein Tritt gegen den Kopf. Die Verteidigung des Täters hat das Urteil angefochten. dpa

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Ehrung ohne Preisträgerin

Nach Knieverletzung: Barbra Streisand sagt Cannes-Besuch ab

In Frankreich wollte sie die Ehrenpalme entgegennehmen. Nun hört die Sängerin und Schauspielerin aber auf ihre Ärzte. Das Filmfestival will die Ikone trotzdem ehren

 18.05.2026

Geburtstag

Bob Dylan wird 85: Genie, Grenzgänger und niemals greifbar

Die berühmte Frage in seinem bekanntestem Song lehnt sich direkt an diese Geschichte an: Wie fühlt es sich an, ohne ein Heim zu sein, wie ein völlig Unbekannter, wie ein rollender Stein?

von Paula Konersmann  18.05.2026

Meinung

Die Israel-Allergie der ARD

Douze Points für Israel - und dann Schweigen

von Guy Katz  17.05.2026

Sachbuch

Pageturner zum Nahostkonflikt

Hamza Abu Howidys Erstlingswerk »Muscheln am Strand von Gaza« erzählt von einer Jugend unter der Terrorherrschaft der Hamas

von Sabine Brandes  17.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Bettina Piper, Imanuel Marcus  17.05.2026

Das hebräische Alphabet übersetzt in Magnetbuchstaben.

Glosse

Der Rest der Welt

Urlaub in Italien oder Warum ich überall Hebräisch höre

von Nicole Dreyfus  17.05.2026

Kulturkolumne

Meine halbierte Bibliothek

Ein Umzug steht an. Warum Uwe Johnson bleibt und Günter Grass rausfliegt

von Maria Ossowski  17.05.2026

Wien

14 Aktivisten bei Anti-Israel-Demo festgenommen

Vor Beginn des ESC-Finales gab es mehrere Demonstrationen gegen Israels Teilnahme

 17.05.2026