Amy Winehouse

Andenken für vier Millionen Dollar versteigert

Das Minikleid, das die 2011 gestorbene Sängerin bei ihrem letzten offiziellen Konzert trug, erzielte den Spitzenpreis von über 200.000 Euro. Foto: imago images/ZUMA Press

Amy Winehouse

Andenken für vier Millionen Dollar versteigert

Amys Eltern hatten die Auktion in Kalifornien mit zusammengestellt – ein Teil des Erlöses ist für guten Zweck bestimmt

 08.11.2021 09:29 Uhr

Noch immer bewegt das Schicksal von Amy Winehouse die Menschen: Am Wochenende hat eine zweitägige Auktion von Nachlass-Stücken der Sängerin (1983–2011) in Kalifornien die Erwartungen weit übertroffen. Die Versteigerung von über 800 Objekten brachte vier Millionen Dollar (knapp 3,5 Millionen Euro) ein, wie »Julien’s Auctions« in Beverly Hills am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte.

GEBOTE Ein Minikleid, das die 2011 gestorbene Sängerin bei ihrem letzten offiziellen Konzert trug, erzielte den Spitzenpreis. Das grün-schwarze Trägerkleid, von ihrer langjährigen Designerin und Stylistin Naomi Parry entworfen, brachte über 243.000 Dollar (rund 210.000 Euro) ein. »Julien’s Auction« hatte den Schätzpreis vorab mit 15.000 bis 20.000 Dollar beziffert. Für das Kleid gingen 16 Gebote ein, über den Käufer wurde zunächst nichts bekannt.

Die Britin (»Back to Black«, »Rehab«) trug das Kleid im Juni 2011 bei einem Konzert in Belgrad, bei dem sie bereits von ihrer Alkoholsucht gekennzeichnet war. Die 27-Jährige torkelte über die Bühne und wurde ausgebuht. Kurz darauf sagte sie ihre geplante Tournee durch Europa ab. Am 23. Juli wurde die Sängerin tot in ihrer Londoner Wohnung gefunden.

LEDERTASCHE Eine herzförmige rote Ledertasche, für Winehouse vom Label Moschino entworfen, war mit 20.000 Dollar veranschlagt. Sie brachte knapp 205.000 Dollar (rund 177 000 Euro) ein.

Ein goldfarbenes Minikleid vom Label Dolce & Gabbana kam für 150.000 Dollar unter den Hammer, es war zuvor auf 7000 Dollar geschätzt worden. Ein eleganter Overall, den die Sängerin in London bei der Feier zum 90. Geburtstag von Nelson Mandela trug, erzielte über 121.000 Dollar, mehr als das Hundertfache des Schätzpreises. Für den engen schwarzen Rock, den Winehouse 2008 bei der Grammy-Verleihung trug, als sie fünf Trophäen holte, zahlte ein Bieter über 11.000 Dollar.

BÜSTENHALTER Und auch ein Kleidungsstück aus einem ihrer Musikvideos war bei der Auktion zu haben: Ein türkisfarbener Büstenhalter, den die Sängerin im Clip zu »You Know I’m No Good« vorzeigte, brachte gut 25 000 Dollar ein, zwei Stofftiere des britischen Stars über 6200 Dollar. Versteigert wurde auch eine Geburtstagskarte, die Winehouse von Sängerin Adele erhalten hatte. Im Auktionskatalog war sie mit 200 bis 400 Dollar aufgelistet, am Ende schoss der Preis auf 3200 Dollar hoch.

Ein Frauen-Sketch, den Winehouse auf dem Notizblock eines Berliner Hotels gemalt hatte, kam auf 6000 Dollar, ein knallroter Lippenstift war einem Bieter fast 8000 Dollar wert

Amys Eltern Mitch und Janis hatten die Auktion mit zusammengestellt. Ein Teil des Erlöses ist für einen guten Zweck bestimmt - das Geld geht an die Amy-Winehouse-Stiftung, die Jugendliche vor Alkohol- und Drogenmissbrauch schützen will. dpa

Berlinale

Eine respektvolle Berlinale scheint möglich

Die 76. Berlinale hat mit Glamour, großen Gefühlen und einem wunderbaren Eröffnungsfilm begonnen. Respekt wurde großgeschrieben am ersten Tag. Nur auf der Pressekonferenz der Jury versuchte Journalist Tilo Jung vergeblich zu polarisieren

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Potsdam

Barberini-Museum zeigt deutsche Impressionisten

Drei große Sonderausstellungen präsentiert das Potsdamer Barberini-Museum pro Jahr. 2026 werden zum Auftakt Werke von Max Liebermann und weiteren Künstlern des Impressionismus in Deutschland gezeigt

 13.02.2026

Analyse

Historiker: Dirigent von Karajan kein Hitler-Sympathisant

Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen

von Johannes Peter Senk  13.02.2026

Berlinale-Film

Special Screening: David Cunio in Berlin erwartet

Das Kino Babylon zeigt vier Monate nach der Freilassung der israelischen Hamas-Geisel eine neue Fassung des Films »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  12.02.2026

Meinung

Schuld und Sühne?

Martin Krauß irritiert der Umgang mancher Medien mit dem »Dschungelcamp«-König Gil Ofarim

von Martin Krauß  12.02.2026

Kulturkolumne

»Konti: Mission BRD«

Meine Bewältigung der Einwanderung nach Deutschland: Wie ich als Immigrant ein Brettspiel entwickelte

von Eugen El  12.02.2026

Hollywood

Rachel Weisz spielt in Neuauflage von »Die Mumie« mit

Beim dritten Teil hatte die Schauspielerin eine Mitwirkung abgelehnt, da sie das Drehbuch nicht überzeugt hatte. Auf den neuesten Film müssen Fans noch etwas warten

 12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026