Thüringen

Achava-Festspiele erzielen Besucherrekord

Stargast des Achava-Festivals: Avi Avital Foto: dpa

Thüringen

Achava-Festspiele erzielen Besucherrekord

Das neue Konzept, Veranstaltungen an mehreren Orten anzubieten, gestaltet sich erfolgreich

 29.09.2019 15:52 Uhr

Die Achava-Festspiele haben in diesem Jahr rund 25.000 Menschen besucht - und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Als Grund für den Zuwachs sehen die Organisatoren vor allem das neue Konzept, Veranstaltungen an mehreren Orten in Thüringen anzubieten.

»Außerdem gab es in diesem Jahr größere und mehr Veranstaltungen als im Vorjahr«, sagte Intendant Martin Kranz vor dem Abschlusskonzert am Sonntag. Im vergangenen Jahr seien etwa 16.000 Menschen zu den Veranstaltungen der Festspiele gekommen.

Das hebräische Wort »Achava« lässt sich mit »Brüderlichkeit« übersetzen. Das jüdisch geprägte Festival betont den interreligiösen und interkulturellen Dialog. In diesem Jahr standen knapp 50 Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Diskussionsrunden und Stadtführungen auf dem Programm.

Es gebe bereits Absprachen mit Eisenach, Weimar und Erfurt, an das neue Konzept anzuknüpfen und nächstes Jahr in die Städte zurückzukehren, sagte Kranz. Erstmals wurden die Festspiele in diesem Jahr in Eisenach eröffnet - mit einer Sonderausstellung im Lutherhaus zu dem vor 80 Jahren zur Zeit des Nationalsozialismus in Eisenach gegründeten kirchlichen »Entjudungsinstitut«.

Die Ausstellung soll noch bis Ende 2021 zu sehen sein. Gezeigt werden unter anderem Texte, Akten, Bücher sowie Filmausschnitte und Tonaufnahmen.

Das »Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben« wurde 1939 gegründet und blieb bis 1945 bestehen. Ziel der Einrichtung war es, jüdische Bezüge aus Bibel, Liedtexten und anderen Quellen zu tilgen. dpa

Muttertag

Moja Mama!

Die jiddische Mamme ist Motiv in etlichen Witzen. Dabei ist sie ist so viel mehr. Eine Würdigung aus der Perspektive eines Sohnes

von Jan Feldmann  08.05.2026

Kulturkolumne

Heißt David demnächst »Dschihad«?

Warum Michelangelo heute nie den Goldenen Löwen der Kunstbiennale-Jury von Venedig bekommen hätte

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026

Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026

Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 07.05.2026

Satire

Wie die Jüdische Allgemeine in 80 Jahren entsteht

Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

von Ralf Balke  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Presse

Laut und deutlich

Jüdische Zeitungen verstanden sich stets als Stimme ihrer Leserschaft. Daran hat sich auch in Deutschland bis heute wenig geändert

von Philipp Lenhard  07.05.2026