Potsdam

31. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg wird eröffnet

Die Komödie »Bad Shabbos« von US-Regisseur Daniel Robbins (hier beim Treibeca Festival) feiert beim 31. Jüdisches Filmfest Berlin Brandenburg Europa-Premiere. Foto: picture alliance / Sipa USA

Potsdam

31. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg wird eröffnet

Der Spielfilmwettbewerb präsentiert internationale Produktionen, vom ersten in Israel produzierten Film eines beduinischen Regisseurs bis hin zu einem Neo-Western mit einem Rabbi als Actionheld

 05.05.2025 15:17 Uhr

Mit der Komödie »Bad Shabbos« von US-Regisseur Daniel Robbins als Europapremiere wird am Dienstag in Potsdam das 31. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg eröffnet. Bis Sonntag präsentiert das Festival nach Angaben der Veranstalter 57 Filme aus mehr als 20 Ländern. Das Filmfest sei das wichtigste Forum für jüdisches Kino in Europa. Die gezeigten Filme seien »politisch, emotional, aber auch witzig, schräg und unerwartet«.

Der Spielfilmwettbewerb präsentiert den Angaben zufolge eine Auswahl internationaler Produktionen, von dem ersten in Israel produzierten Film eines beduinischen Regisseurs bis hin zu einem Neo-Western mit einem Rabbi als Actionheld. Eine Sonderfilmreihe beschäftigt sich zudem mit »Antisemitismus im Postsozialismus«.

Der Gewinnerfilm wird mit dem mit 3.000 Euro dotierten Gershon-Klein-Spielfilmpreis ausgezeichnet. Der Dokumentarfilmpreis ist ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert. Als weitere mit jeweils 2.000 Euro dotierte Auszeichnungen werden der Preis für den interkulturellen Dialog und der Preis zur Förderung des filmischen Nachwuchses vergeben. Der Nachwuchspreis ist zum ersten Mal mit einer Preispatenschaft verbunden, die diesmal die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki übernimmt. Die Festivalpreise werden am Freitag in Berlin verliehen.

Veranstaltungsorte des Filmfestivals sind die Berliner Kinos Filmkunst 66, Moviemento, Bundesplatz-Kino und Kino Krokodil sowie in Potsdam das Thalia-Programmkino, das Filmmuseum Potsdam und die Inselbühne Potsdam. Ausgewählte Veranstaltungen gibt es zudem an weiteren Orten. epd

Interview

»Musik ist meine Heimat«

Die Sängerin Anna Margolina über Jazz, jiddische Lyrik und ihr Judentum

von Alicia Rust  14.07.2026

Medien

Wechsel im ARD-Studio Tel Aviv: Sophie von der Tann wird abgelöst

Während der BR seine Korrespondentin in höchsten Tönen lobt, wurde extern immer wieder heftige Kritik geübt. Von der Tanns Nachfolgerin in Israel ist Pia-Marie Steckelbach

 14.07.2026

Kommentar

Wenn Studenten wieder anfangen, Juden auszugrenzen

Es sind Beschlüsse wie der Boykott-Beschluss des Studierendenparlaments der Humboldt-Uni, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob die zukünftige sogenannte deutsche Bildungselite noch zu retten ist

von Leeor Engländer  14.07.2026

München

Bayerns 180-Grad-Restitutionswende

Der Freistaat hat sich entschieden, eine Bronze von Picasso zurückzugeben und dabei gleich seinen Umgang mit NS-Raubkunst zu reformieren

von Michael Thaidigsmann  14.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  14.07.2026

London

Sacha Baron Cohen als »Ali G« in Wimbledon

Der britische Komiker und Schauspieler hat viele Gesichter. Eine Kunstfigur erscheint plötzlich beim Tennis

 14.07.2026

Sehen!

»In the Hand of Dante«

Die Handlung springt zwischen den Jahrhunderten hin und her. Trotzdem ist der Film mit Gal Gadot und Oscar Isaac ein gelungenes Werk

von Katrin Richter  13.07.2026 Aktualisiert

Paris

»Die Isolation Israels ist ein historisches moralisches Versagen«

»Es ist ein dunkler Moment für Juden auf der ganzen Welt«, sagt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy. »Wir müssen stolz, stark und weise sein.«

 13.07.2026

Frauenfußball

Der Ball war nicht nur rund, sondern auch weiblich

Wie die österreichische Jüdin Ella Zirner-Zwieback zur Pionierin in einer von Männern dominierten Sportdisziplin wurde

von Martin Krauß  13.07.2026