Iran-Deal

»Wir sind beunruhigt«

Bis Mitte September wird im US-Kongress abgestimmt. Foto: dpa

In den Vereinigten Staaten haben Hunderte Rabbiner verschiedener Strömungen eine Petition unterschrieben. Darin rufen sie die Mitglieder des Kongresses auf, sich dem Atomabkommen mit dem Iran zu widersetzen. Wie die New Yorker Nachrichtenagentur JTA meldete, hatten am Dienstag 840 Rabbiner die Petition unterzeichnet. Am Donnerstagnachmittag waren es bereits knapp 1000.

Verfasst wurde der Brief von den kalifornischen Rabbinern Kalman Topp und Yonah Book. Sie kritisieren darin die wichtigsten Aspekte des Abkommens, einschließlich der Aufhebung des Waffenembargos gegen den Iran sowie der Sanktionen ohne »umfassende Kontrollstruktur«.

Sorge »Gemeinsam sind wir über den geplanten Iran-Deal beunruhigt und glauben, dass diese Vereinbarung den kurzfristigen und langfristigen Interessen der Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten, insbesondere Israel, schaden wird«, heißt es in dem Schreiben.

Der Kongress muss bis Mitte September darüber abstimmen, ob der Iran-Deal, in dem die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland dem Iran die Erleichterung der Sanktionen im Austausch für die Zurückstufung seines Atomprogramms anbieten, genehmigt wird. Präsident Barack Obama hat angekündigt, gegen jede Blockade sein Veto einzulegen. ja

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  07.11.2026

Kanada

Ein wenig Mizwa, sehr viel Macho

Das Magazin »Rolling Stone« kürte Drake einst zum »größten jüdischen Rapper aller Zeiten«. Doch der Anfang war hart

von Sarah Thalia Pines  05.11.2026

London

Banal, schlicht und ironisch

Julia Pascals Theaterstück »The Banality of Evil: Hannah Arendt, France, 1940« erzählt von Hannah Arendt, Charlotte Salomon und Eva Daube als deutsche Jüdinnen in Frankreich und ihrem Leben zwischen zwischen Exil, Gefangenschaft und Überlebenskampf

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  05.11.2026

Treffen

Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan - mit Cap und Kapuze

Der Musiker und Songwriter Bob Dylan ist 1997 zum ersten Mal einem Papst begegnet - damals in Bologna, bei einem Jugendtreffen. Nun kam er in den Vatikan und sprach dort mit einem Landsmann

von Ludwig Ring-Eifel  05.11.2026

Internetbetrug

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau warnt vor Fake-Webseite

Wer die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen will, muss bei der Buchung aufpassen. Denn aktuell gibt es eine gefakte Webseite, teilte die Gedenkstätte mit

von Christiane Laudage  04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026

USA

Jüdische MAGA-Aktivistin an der Uni mit Tod bedroht

Die jüdische Studentin und Trump-Unterstützerin Liz Benichou wurde auf dem Campus der University of Michigan attackiert und zu Boden gestoßen

von Nicole Dreyfus  04.11.2026

USA

»Viele jüdische Wähler haben mit zugehaltener Nase abgestimmt«

Der jüdische Rechtsanwalt und Historiker Michael Traison über den Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms und die möglichen Folgen für Amerikas Beziehungen zu Israel

von Michael Thaidigsmann  04.11.2026

USA

Die innere Sicherheit

Wie jüdische Gemeinden ihren Alltag gegen wachsenden Antisemitismus verteidigen – und sich zunehmend selbst schützen müssen. Ein Ortsbesuch in Washington, D.C. und Miami

von Katrin Richter  02.11.2026