Iran-Deal

»Wir sind beunruhigt«

Bis Mitte September wird im US-Kongress abgestimmt. Foto: dpa

In den Vereinigten Staaten haben Hunderte Rabbiner verschiedener Strömungen eine Petition unterschrieben. Darin rufen sie die Mitglieder des Kongresses auf, sich dem Atomabkommen mit dem Iran zu widersetzen. Wie die New Yorker Nachrichtenagentur JTA meldete, hatten am Dienstag 840 Rabbiner die Petition unterzeichnet. Am Donnerstagnachmittag waren es bereits knapp 1000.

Verfasst wurde der Brief von den kalifornischen Rabbinern Kalman Topp und Yonah Book. Sie kritisieren darin die wichtigsten Aspekte des Abkommens, einschließlich der Aufhebung des Waffenembargos gegen den Iran sowie der Sanktionen ohne »umfassende Kontrollstruktur«.

Sorge »Gemeinsam sind wir über den geplanten Iran-Deal beunruhigt und glauben, dass diese Vereinbarung den kurzfristigen und langfristigen Interessen der Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten, insbesondere Israel, schaden wird«, heißt es in dem Schreiben.

Der Kongress muss bis Mitte September darüber abstimmen, ob der Iran-Deal, in dem die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland dem Iran die Erleichterung der Sanktionen im Austausch für die Zurückstufung seines Atomprogramms anbieten, genehmigt wird. Präsident Barack Obama hat angekündigt, gegen jede Blockade sein Veto einzulegen. ja

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026

Terezín 2050

Theresienstadt: Zwischen Gedenken und Weiterleben

Einst Habsburger Festung, dann NS-Ghetto, heute tschechische Kleinstadt: Terezín (Theresienstadt) ist Erinnerungsort und lebendige Stadt zugleich. Internationale Forscher suchen nach Perspektiven für den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

 03.09.2026

Ungarn

Jüdisches Leben nach Orbán

Die neue Regierung verspricht eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Judenhass – und Partnerschaft auf Augenhöhe

von György Polgár  03.09.2026

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026