Statistik

Wie viele Juden gibt es weltweit?

Die Zahl der Juden weltweit stieg in erster Linie aufgrund eines deutlichen Zuwachses der Bevölkerung in Israel. Foto: imago/photothek

Die Zahl der Juden weltweit ist größer geworden – in erster Linie aufgrund eines deutlichen Zuwachses der Bevölkerung in Israel.

Kurz vor Rosch Haschana gab die »Jewish Agency for Israel« eine neue Statistik heraus, der zufolge aktuell 15,2 Millionen der geschätzt acht Milliarden Erdenbürger Juden sind.

6,9 Millionen Juden leben mittlerweile in Israel, 100.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anteil von gut 45 Prozent der jüdischen Weltbevölkerung.

DIASPORA Die zweitgrößte Gemeinde mit rund sechs Millionen Juden sind die USA, gefolgt von Frankreich (446.000), Kanada (393.000) und Großbritannien (292.000). Deutschland rangiert demnach weltweit auf dem achten Platz mit 118.000 jüdischen Einwohnern.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Rund 27.000 Juden leben in mehrheitlich muslimischen Ländern, über die Hälfte (14.500) in der Türkei.

Die neusten Daten wurden von dem jüdischen Demografen Sergio Della Pergola von der Hebräischen Universität Jerusalem erhoben und beruhen zum einen auf Daten von Statistikämtern und jüdischen Gemeinden, zum anderen auf Schätzungen.

Als Jüdin oder Jude erfasst wurden Personen, die sich selbst als solche bezeichnen und keiner anderen Religionsgemeinschaft angehören. Nach dem in Israel geltenden Staatsbürgerschaftsrecht hätten weitere zehn Millionen Menschen weltweit einen Anspruch auf den israelischen Pass, weil sie zumindest einen jüdischen Großelternteil haben.

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026