Die Werbespots während des »Super Bowls« machen einen großen Teil der Attraktivität des Finales der amerikanischen Football-Liga aus. Die Werbeplätze sind außergewöhnlich teuer und die Spots zeichnen sich durch besondere Kreativität aus. Wenn am Sonntagabend die »New England Patriots« auf die »Seattle Seahawks« treffen, wird auch ein Clip gegen Antisemitismus laufen.
Finanziert wurde das etwa einminütige Video von dem Besitzer New England Patriots, dem jüdischen Unternehmer und Sportfunktionär Robert K. Kraft, und dessen Stiftung »Blue Square Alliance Against Hate«. Es ist das dritte Jahr infolge, in dem Kraft beim Super Bowl Werbung gegen Antisemitismus schaltet.
In dem Video wird ein jüdischer Junge in seiner Highschool von Mitschülern schikaniert, die ihm einen Zettel mit der Aufschrift »Dreckiger Jude« an den Rucksack kleben. Ein afroamerikanischer Mitschüler solidarisiert sich mit dem Opfer. »Hör nicht auf sie«, sagt er zu dem jüdischen Jungen und überklebt die Beleidigung mit einem blauen Zettel.
Am Ende des Spots heißt es: »Zwei von drei jüdischen Teenagern haben Antisemitismus erlebt.« Die Zuschauer werden dazu angehalten, das Symbol des blauen Vierecks als Zeichen gegen Antisemitismus zu verbreiten.
Wie die »Jewish Telegraphic Agency« berichtet, sind nicht alle in der jüdisch-amerikanischen Gemeinschaft von dem Video begeistert. Insbesondere aus dem konservativen Spektrum gibt es demnach Kritik daran, dass der jüdische Schüler ausschließlich als Opfer gezeigt werden, statt dass der Fokus auf einer Darstellung jüdischer Stärke liege. ja