Schweden

»Welle von antisemitischen Attacken«

Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. Foto: dpa

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge von Göteborg am Samstagabend ist es in Schweden zu einem weiteren Vorfall gekommen: Die Polizei entdeckte am Montag Spuren einer brennbaren Flüssigkeit in der Nähe des jüdischen Friedhofs von Malmö. Es wird vermutet, dass Brandstifter am Werk waren. Bisher wurde jedoch niemand festgenommen.

Komitee Willy Silberstein, Sprecher des Schwedischen Komitees gegen Antisemitismus, sagte der Jewish Telegraphic Agency (JTA): »Es gibt derzeit eine Welle von antisemitischen Attacken, und ich befürchte, das wird nicht der letzte Vorfall sein.«

Am Samstagabend hatten einige Männer Brandbomben auf die Synagoge von Göteborg geworfen – mehrere Stunden, nachdem Hunderte von Menschen gegen die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump protestiert hatten, die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Drei Männer waren nach dem Anschlag auf die Synagoge festgenommen worden.

Lichterzünden Silberstein sagte der JTA weiter, das öffentliche Lichterzünden an Chanukka in Stockholm solle wie geplant stattfinden. In der schwedischen Hauptstadt leben etwa 18.000 Juden. Die Polizei hat laut Medienberichten die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. ag

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026