Schweden

»Welle von antisemitischen Attacken«

Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. Foto: dpa

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge von Göteborg am Samstagabend ist es in Schweden zu einem weiteren Vorfall gekommen: Die Polizei entdeckte am Montag Spuren einer brennbaren Flüssigkeit in der Nähe des jüdischen Friedhofs von Malmö. Es wird vermutet, dass Brandstifter am Werk waren. Bisher wurde jedoch niemand festgenommen.

Komitee Willy Silberstein, Sprecher des Schwedischen Komitees gegen Antisemitismus, sagte der Jewish Telegraphic Agency (JTA): »Es gibt derzeit eine Welle von antisemitischen Attacken, und ich befürchte, das wird nicht der letzte Vorfall sein.«

Am Samstagabend hatten einige Männer Brandbomben auf die Synagoge von Göteborg geworfen – mehrere Stunden, nachdem Hunderte von Menschen gegen die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump protestiert hatten, die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Drei Männer waren nach dem Anschlag auf die Synagoge festgenommen worden.

Lichterzünden Silberstein sagte der JTA weiter, das öffentliche Lichterzünden an Chanukka in Stockholm solle wie geplant stattfinden. In der schwedischen Hauptstadt leben etwa 18.000 Juden. Die Polizei hat laut Medienberichten die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. ag

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026

Italien

Pride in Rom schließt jüdische LGBTQ-Organisationen aus

Die Organisatoren der Rome Pride Parade verbannen jüdische LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von einem angeblichen Völkermord in Gaza distanzieren

von Nicole Dreyfus  27.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

New Jersey

Donald Newhouse mit 96 Jahren gestorben

Er war einer der einflussreichsten Medienmanager in den USA. Das Rampenlicht suchte er nur selten

 27.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Nachruf

Barney Frank mit 86 Jahren gestorben

Als liberale Stimme im Washingtoner Kongress prägte der jüdische Abgeordnete der Demokraten sowohl die Debatten über Finanzmarktregulierung als auch über die Rechte von Homosexuellen

 20.05.2026

Spanien

Mordverdacht: Sohn von Mango-Gründer festgenommen

Die Polizei in Katalonien hat Medienberichten zufolge den Sohn des Mango-Gründers und Philanthropen Isaak Andic festgenommen. Jonathan Andic war als einziger dabei, als sein Vater im Dezember 2024 einen Abhang hinunterstürzte

 19.05.2026

Washington D.C.

Abgeordneter Jared Moskowitz erhält antisemitisch motivierte Morddrohungen

In Zuschriften wird der Demokrat unter anderem als »zionistisches, jüdisches verdammtes Schwein« (»zionist Jewish fucking pig«) beschimpft. Er ist nicht der einzige jüdische Politiker in den USA, der bedroht wird

 19.05.2026