Schweden

»Welle von antisemitischen Attacken«

Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. Foto: dpa

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge von Göteborg am Samstagabend ist es in Schweden zu einem weiteren Vorfall gekommen: Die Polizei entdeckte am Montag Spuren einer brennbaren Flüssigkeit in der Nähe des jüdischen Friedhofs von Malmö. Es wird vermutet, dass Brandstifter am Werk waren. Bisher wurde jedoch niemand festgenommen.

Komitee Willy Silberstein, Sprecher des Schwedischen Komitees gegen Antisemitismus, sagte der Jewish Telegraphic Agency (JTA): »Es gibt derzeit eine Welle von antisemitischen Attacken, und ich befürchte, das wird nicht der letzte Vorfall sein.«

Am Samstagabend hatten einige Männer Brandbomben auf die Synagoge von Göteborg geworfen – mehrere Stunden, nachdem Hunderte von Menschen gegen die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump protestiert hatten, die Botschaft der USA in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Drei Männer waren nach dem Anschlag auf die Synagoge festgenommen worden.

Lichterzünden Silberstein sagte der JTA weiter, das öffentliche Lichterzünden an Chanukka in Stockholm solle wie geplant stattfinden. In der schwedischen Hauptstadt leben etwa 18.000 Juden. Die Polizei hat laut Medienberichten die Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen verschärft. ag

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