Malediven

Malediven verbieten Israelis die Einreise

Inhaber israelischer Pässe dürfen nicht mehr in die Malediven reisen. Foto: Getty Images

Die Regierung der Malediven verbietet Inhabern von israelischen Pässen die Einreise ins Archipel im Indischen Ozean, das für seine Luxusressorts bekannt ist. Dazu war eine Gesetzesänderung nötig.

Der maledivische Präsident Mohamed Muizzu habe das Verbot auf Empfehlung des Kabinetts beschlossen, zitieren internationale Medien aus einer Regierungsmitteilung. Außerdem solle ein Kabinettsunterausschuss eingerichtet werden, um die Maßnahmen zu überwachen und ein Sondergesandter ernannt werden, der über die Bedürfnisse der Palästinenser unterrichte.

Nach Bekanntwerden des Verbots empfahl das israelische Außenministerium Israelis, Reisen auf die Insel zu vermeiden, und »israelischen Staatsbürgern, die sich im Land aufhalten, wird empfohlen, ihre Ausreise zu erwägen, da es für uns schwierig sein wird, ihnen zu helfen, wenn sie aus irgendeinem Grund in Not geraten«, berichtet CNN.

Die öffentliche Wut in dem sunnitisch-muslimischen Land nimmt zu, vor allem nach Beginn der israelischen Militäroperation in Rafah. Die Bürger der Malediven haben seit Beginn des israelischen Krieges mit der Hamas am 7. Oktober 2023 mehrfach gegen Israel demonstriert, und bereits im November wurde dem Parlament ein Gesetzentwurf zum Einreiseverbot für Israelis vorgelegt. Im vergangenen Jahr besuchten fast 11.000 Israelis die Malediven, was 0,6 Prozent aller Touristenankünfte entspricht. ja

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

 11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026