Malediven

Malediven verbieten Israelis die Einreise

Inhaber israelischer Pässe dürfen nicht mehr in die Malediven reisen. Foto: Getty Images

Die Regierung der Malediven verbietet Inhabern von israelischen Pässen die Einreise ins Archipel im Indischen Ozean, das für seine Luxusressorts bekannt ist. Dazu war eine Gesetzesänderung nötig.

Der maledivische Präsident Mohamed Muizzu habe das Verbot auf Empfehlung des Kabinetts beschlossen, zitieren internationale Medien aus einer Regierungsmitteilung. Außerdem solle ein Kabinettsunterausschuss eingerichtet werden, um die Maßnahmen zu überwachen und ein Sondergesandter ernannt werden, der über die Bedürfnisse der Palästinenser unterrichte.

Nach Bekanntwerden des Verbots empfahl das israelische Außenministerium Israelis, Reisen auf die Insel zu vermeiden, und »israelischen Staatsbürgern, die sich im Land aufhalten, wird empfohlen, ihre Ausreise zu erwägen, da es für uns schwierig sein wird, ihnen zu helfen, wenn sie aus irgendeinem Grund in Not geraten«, berichtet CNN.

Die öffentliche Wut in dem sunnitisch-muslimischen Land nimmt zu, vor allem nach Beginn der israelischen Militäroperation in Rafah. Die Bürger der Malediven haben seit Beginn des israelischen Krieges mit der Hamas am 7. Oktober 2023 mehrfach gegen Israel demonstriert, und bereits im November wurde dem Parlament ein Gesetzentwurf zum Einreiseverbot für Israelis vorgelegt. Im vergangenen Jahr besuchten fast 11.000 Israelis die Malediven, was 0,6 Prozent aller Touristenankünfte entspricht. ja

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026