Malediven

Malediven verbieten Israelis die Einreise

Inhaber israelischer Pässe dürfen nicht mehr in die Malediven reisen. Foto: Getty Images

Die Regierung der Malediven verbietet Inhabern von israelischen Pässen die Einreise ins Archipel im Indischen Ozean, das für seine Luxusressorts bekannt ist. Dazu war eine Gesetzesänderung nötig.

Der maledivische Präsident Mohamed Muizzu habe das Verbot auf Empfehlung des Kabinetts beschlossen, zitieren internationale Medien aus einer Regierungsmitteilung. Außerdem solle ein Kabinettsunterausschuss eingerichtet werden, um die Maßnahmen zu überwachen und ein Sondergesandter ernannt werden, der über die Bedürfnisse der Palästinenser unterrichte.

Nach Bekanntwerden des Verbots empfahl das israelische Außenministerium Israelis, Reisen auf die Insel zu vermeiden, und »israelischen Staatsbürgern, die sich im Land aufhalten, wird empfohlen, ihre Ausreise zu erwägen, da es für uns schwierig sein wird, ihnen zu helfen, wenn sie aus irgendeinem Grund in Not geraten«, berichtet CNN.

Die öffentliche Wut in dem sunnitisch-muslimischen Land nimmt zu, vor allem nach Beginn der israelischen Militäroperation in Rafah. Die Bürger der Malediven haben seit Beginn des israelischen Krieges mit der Hamas am 7. Oktober 2023 mehrfach gegen Israel demonstriert, und bereits im November wurde dem Parlament ein Gesetzentwurf zum Einreiseverbot für Israelis vorgelegt. Im vergangenen Jahr besuchten fast 11.000 Israelis die Malediven, was 0,6 Prozent aller Touristenankünfte entspricht. ja

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