Malediven

Malediven verbieten Israelis die Einreise

Inhaber israelischer Pässe dürfen nicht mehr in die Malediven reisen. Foto: Getty Images

Die Regierung der Malediven verbietet Inhabern von israelischen Pässen die Einreise ins Archipel im Indischen Ozean, das für seine Luxusressorts bekannt ist. Dazu war eine Gesetzesänderung nötig.

Der maledivische Präsident Mohamed Muizzu habe das Verbot auf Empfehlung des Kabinetts beschlossen, zitieren internationale Medien aus einer Regierungsmitteilung. Außerdem solle ein Kabinettsunterausschuss eingerichtet werden, um die Maßnahmen zu überwachen und ein Sondergesandter ernannt werden, der über die Bedürfnisse der Palästinenser unterrichte.

Nach Bekanntwerden des Verbots empfahl das israelische Außenministerium Israelis, Reisen auf die Insel zu vermeiden, und »israelischen Staatsbürgern, die sich im Land aufhalten, wird empfohlen, ihre Ausreise zu erwägen, da es für uns schwierig sein wird, ihnen zu helfen, wenn sie aus irgendeinem Grund in Not geraten«, berichtet CNN.

Die öffentliche Wut in dem sunnitisch-muslimischen Land nimmt zu, vor allem nach Beginn der israelischen Militäroperation in Rafah. Die Bürger der Malediven haben seit Beginn des israelischen Krieges mit der Hamas am 7. Oktober 2023 mehrfach gegen Israel demonstriert, und bereits im November wurde dem Parlament ein Gesetzentwurf zum Einreiseverbot für Israelis vorgelegt. Im vergangenen Jahr besuchten fast 11.000 Israelis die Malediven, was 0,6 Prozent aller Touristenankünfte entspricht. ja

Kulinarisch

Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

von Sabine Brandes  31.05.2026

Barcelona

Kein Saunazutritt mit Davidstern?

Zwei Jüdinnen soll der Zutritt zu einer LGBTQ-Sauna verweigert worden zu sein. Die Betroffenen haben Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet

 31.05.2026

Meinung

Fertig Idylle!

Am Mittwoch sticht in der Winterthurer Innenstadt ein Mann auf vorbeilaufende Passanten ein und schreit »Allahu Akbar« – ein Weckruf für die Schweiz

von Nicole Dreyfus  28.05.2026

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026

Italien

Pride in Rom schließt jüdische LGBTQ-Organisationen aus

Die Organisatoren der Rome Pride Parade verbannen jüdische LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von einem angeblichen Völkermord in Gaza distanzieren

von Nicole Dreyfus  27.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

New Jersey

Donald Newhouse mit 96 Jahren gestorben

Er war einer der einflussreichsten Medienmanager in den USA. Das Rampenlicht suchte er nur selten

 27.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026