Nachruf

Trauer um Paul Reubens aka »Pee-wee Herman«

Der amerikanische Darsteller Paul Reubens, der vor allem mit seiner Rolle als »Pee-wee Herman« berühmt wurde, ist tot. Reubens ist im Alter von 70 Jahren an Krebs gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf sein Management.

»Er war ein begnadetes und produktives Talent und wird für immer in der Ruhmeshalle der Comedy und in unseren Herzen leben, als geschätzter Freund und Mann mit bemerkenswertem Charakter und großzügigem Geist«, erklärte sein Management.

Auch eine von Reubens vor seinem Tod verfasste Nachricht an seine Fans wurde von seinem Management verbreitet. In der Nachricht entschuldigt er sich, dass er seine Krebserkrankung, gegen die er sechs Jahre lang ankämpfte, nicht öffentlich gemacht hatte. »Ich habe immer eine große Menge Liebe und Respekt von meinen Freunden, Fans und Unterstützern gespürt. Ich habe euch alle sehr geliebt und es genossen, Kunst für euch zu machen.«

Schrullig-komische Figur Der 1952 im US-Bundesstaat New York geborene Reubens war in Florida aufgewachsen und hatte schon als Kind Theater gespielt. Später zog er nach Hollywood und bekam in den 70er Jahren erste Rollen in Film und Fernsehen. In den 80er Jahren erfand er die schrullig-komisch-herzliche Figur des Pee-wee Herman, mit der er jahrzehntelang unter anderem in Theater und Film Erfolge feierte. Reubens bekam für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen.

Doch es lastete auch ein sehr dunkler Fleck auf seiner Biografie: Anfang der 90er Jahre wurde Reubens wegen unsittlichen Verhaltens in einem Kino festgenommen und legte daraufhin eine längere Auftrittspause ein. Anfang der 2000er Jahre wurde der Schauspieler wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt. Reubens bekannte sich daraufhin eines weniger schwerwiegenden »Obszönitäts«-Vorwurfs schuldig, der mit einer Geldstrafe von 100 Dollar und drei Jahren Bewährung geahndet wurde.

Geboren wurde der begabte Darsteller am 27. August 1952 als Paul Rubenfeld in Peekskill, einer Kleinstadt im Bundesstaat New York. Mit seinen jüdischen Eltern Judy (geborene Rosen) und Milton Rubenfeld zog er nach Sarasota in Florida, wo sein Vater ein Lampengeschäft betrieb, während seine Mutter als Lehrerin tätig war.

Drei Luftwaffen Rubenfeld Senior, der Vater des Schauspielers, war ein orthodoxer Jude, der sowohl als Pilot der britischen Royal Air Force als auch der amerikanischen Air Force gegen Nazi-Deutschland kämpfte. Später flog er auch noch Einsätze für die israelische Luftwaffe im Unabhängigkeitskrieg - als einer von nur fünf jüdischen Piloten.

Sein Sohn Paul Reubens gehörte Jahrzehnte später zu den überzeugendsten Darstellern Hollywoods. Auch in ernsteren Rollen, darunter in dem Kinofilm Blow, machte er eine mehr als gute Figur und wird auch dafür in Erinnerung bleiben. Sein letzter Film, für den er auch das Drehbuch schrieb, während er zusätzlich als Produzent und Hauptdarsteller fungierte, war Pee-wee’s Big Holiday (2016). dpa/ja

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Nun meldet die Anti-Terror-Einheit der Polizei erneut Festnahmen

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026

Großbritannien

Weitere Synagoge in London angegriffen

Die Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien reißen nicht ab. Ein angeblicher Drohnenangriff auf die israelische Botschaft hat sich als Falschmeldung herausgestellt

 19.04.2026

Frankreich

Französisches Gericht: Antisemitismus kein Motiv für die Vergiftung jüdischer Familie durch Nanny

Ein Gericht in Versailles sieht Antisemitismus nicht als Motiv des Versuchs einer Nanny, ihre Arbeitgeber und deren Kinder zu vergiften

 19.04.2026

Spanien

Madrid ist raus

Premier Pedro Sánchez geriert sich und seine Anti-Israel-Politik seit dem 7. Oktober 2023 als vorbildlich. Das hat nun Folgen

von Michael Ludwig  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026