USA

Tödliche Schüsse bei Video-Turnier

Nach der Hausdurchsuchung: Ein Beamter verlässt die Wohnung des mutmaßlichen Schützen in Baltimore. Foto: dpa

Nach den tödlichen Schüssen bei einem Videospiel-Turnier am Sonntag in Florida ist der Schütze inzwischen identifiziert. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um David Katz (24) aus Baltimore (US-Staat Maryland), der nach Angaben des »Forward« jüdischer Herkunft ist. Katz, der in der Szene unter dem Namen »Bread« (Brot) bekannt war, hatte ein ähnliches Videospiel-Event im Februar 2017 gewonnen.

Während des Turniers »Madden 19« in einem Pizza-Restaurant in der Stadt Jacksonville hatte der Schütze das Feuer eröffnet und zwei Mitspieler sowie sich selbst erschossen. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Das Motiv blieb zunächst unklar. Laut Medienberichten könnte es sich um Ärger über eine verlorene Runde handeln.

livestream Auf einem Video von dem Event, das per Livestream übertragen wurde und mit 25.000 Dollar dotiert war, sind Schüsse zu hören. Ein Teilnehmer, der am Daumen getroffen wurde, schrieb auf Twitter: »Es war der schlimmste Tag meines Lebens.«

Ein anderer, dessen Kopf von einer Kugel gestreift wurde und der ins Krankenhaus kam, twitterte: »(Ich bin) traumatisiert und am Boden zerstört.« Am Abend durchsuchte die Polizei das Haus der Familie des mutmaßlichen Schützen in Baltimore.

Laut einem Bericht des US-Nachrichtensenders CNN war David Katz ein Scheidungskind und Einzelgänger, der bereits in seiner Kindheit wegen psychischer Probleme mit Medikamenten behandelt wurde. Er soll im vergangenen Monat legal zwei Waffen erworben haben. ag

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

USA

So wild wie Doja Cat

Sie ist der einzige weibliche jüdische R&B-Superstar – und eine der erfolgreichsten Rapperinnen unserer Zeit

von Sarah Thalia Pines  04.04.2026

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026

Porträt

Challa vom Prinzen

Idan Chabasov wurde mit seinen kunstvollen Zopfkreationen auf Instagram berühmt. Sein simples Rezept: Mehl, Wasser, Hefe und Verbundenheit zur jüdischen Gemeinschaft. Seine ersten Challot hat er in Berlin gebacken

von Nicole Dreyfus  29.03.2026

Gesa Ederberg

»Globaler und vielfältiger«

Die Berliner Rabbinerin über ihre neue Präsidentschaft der »Rabbinical Assembly«, amerikanische Kollegen und europäischen Elan

von Mascha Malburg  29.03.2026