Nach den Anschlägen

Staatstrauer in Belgien

Je suis Bruxelles – Trauer auf der Place de la Bourse Foto: dpa

Nach den drei Explosionen in Brüssel am Dienstagmorgen gilt in der belgischen Hauptstadt immer noch die höchste Terrorwarnstufe. Bislang wurden 34 Tote und 230 Verletzte gemeldet.

Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrororganisation »Islamischer Staat«. Als Begründung wurde Belgiens Beteiligung am Krieg gegen den IS genannt.

Wie die Zeitung Joods Actueel weiter berichtete, wurden die jüdischen Schulen in Antwerpen und Brüssel geschlossen. Geplante öffentliche Purimfeiern im Land werden nicht stattfinden.

Verkleidung Das Crisis Management Team (CMT) in Antwerpen hat wegen der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen Regeln für Purim veröffentlicht. Es sollten keine Masken und Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit getragen werden. Auch Feuerwerk ist untersagt. Da die Polizei in höchste Alarmstufe versetzt ist, könnten laute Geräusche und Verkleidungen zu Irritationen führen, hieß es in dem Schreiben des Oberkommissariats der Antwerpener Polizei.

Weil in Belgien eine dreitägige Staatstrauer angesetzt ist, bat das CMT und die Rabbiner von Machzikei Hadass und Shomrei Hadass, sich an die Regeln zu halten und zu respektieren, dass es keine öffentlichen Feiern geben wird, weder Dekoration noch Straßenfeste.

Einer der bislang bekannten zwei verletzten Juden war ein Antwerpener, der für eine Hochzeit nach Brüssel gereist war. Einige Dutzend Juden hielten sich unter den Hunderten Passagieren auf, die im Flughafen auf ihre Flüge warteten. ja

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

USA

So wild wie Doja Cat

Sie ist der einzige weibliche jüdische R&B-Superstar – und eine der erfolgreichsten Rapperinnen unserer Zeit

von Sarah Thalia Pines  04.04.2026

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026

Porträt

Challa vom Prinzen

Idan Chabasov wurde mit seinen kunstvollen Zopfkreationen auf Instagram berühmt. Sein simples Rezept: Mehl, Wasser, Hefe und Verbundenheit zur jüdischen Gemeinschaft. Seine ersten Challot hat er in Berlin gebacken

von Nicole Dreyfus  29.03.2026

Gesa Ederberg

»Globaler und vielfältiger«

Die Berliner Rabbinerin über ihre neue Präsidentschaft der »Rabbinical Assembly«, amerikanische Kollegen und europäischen Elan

von Mascha Malburg  29.03.2026