Italien

Roms früherer Oberrabbiner ist tot

Elio Toaff sel. A. (1915–2015) Foto: dpa

Der frühere Oberrabbiner von Rom, Elio Toaff, ist gestern in seinem Haus in Rom gestorben. Er wäre am 30. April 100 Jahre alt geworden. Wie italienische Medien meldeten, wird Toaff am heutigen Montag in seiner Geburtsstadt Livorno beerdigt. Toaff war mehr als 50 Jahre lang Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Rom.

Dialog Elio Toaff gilt als die wichtigste Figur des italienischen Judentums nach 1945 und als einer der größten Verfechter des jüdisch-christlichen Dialogs in Italien. Im April 1986 empfing er Papst Johannes Paul II. zu einem Besuch in der Großen Synagoge von Rom. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Papst ein jüdisches Bethaus betrat.

»Wir nehmen Abschied von einem außergewöhnlichen Mann, von einem Symbol der jüdischen Gemeinde«, würdigte Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi den Verstorbenen per Twitter. ja

Großbritannien

Londoner Polizeichef: Beinahe »Pandemie« des Antisemitismus

Ein terroristisch motivierter Anschlag in den kommenden sechs Monaten gilt in der vierten von fünf Stufen nun als »sehr wahrscheinlich«

 01.05.2026

Howard Rossbach

Wanderer zwischen Ostküste und Oregon

Er ist Spross einer Familie bekannter Politiker und Bankiers. Doch seit 50 Jahren reüssiert der gebürtige New Yorker Howard Rossbach am anderen Ende Amerikas als Winzer. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  01.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  01.05.2026

Glosse

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Tipps und Tricks für Judenhasser

Eine Handreichung

von Daniel Neumann  01.05.2026

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert

Sydney

Benefizkonzert abgesagt: Griechischer Chor verweigert Auftritt mit jüdischem Ensemble

Sowohl der Leiter des Chors als auch jüdische Organisationen sind entsetzt

 29.04.2026