USA

Rechtsextremist wegen geplantem Synagogen-Anschlag vor Gericht

Der Mann muss sich seit Montag vor einem Bundesgericht in El Paso verantworten. Foto: Getty Images / istock

Ein amerikanischer Rechtsextremist muss sich seit Montag vor einem Bundesgericht in El Paso wegen eines geplanten Anschlags auf eine Synagoge verantworten.

Der 27-jährige Mann soll laut Anklage versucht haben, Ende Oktober das historische Gotteshaus in Pueblo im US-Bundesstaat Colorado in die Luft zu sprengen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben versuchter Brandstiftung auch vor, er habe die Gemeinde an ihrem Recht auf Religionsausübung hindern wollen.

ermittler Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte den Mann am 1. November verhaftet. Er war den Behörden bei einer Überwachungskampagne ins Netz gegangen, bei der er mit einem verdeckten Ermittler über Facebook kommuniziert hatte. Sollte er wegen des geplanten Anschlags verurteilt werden, drohen dem Extremisten bis zu 50 Jahre Gefängnis.

Hassverbrechen sind in den USA laut FBI-Statistik 2017, dem letzten dokumentierten Jahr, um 17 Prozent, antisemitische Angriffe um 37 Prozent gestiegen. 2018 waren bei einem Terroranschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh elf Menschen ums Leben gekommen.  kna

Meinung

Königliches Versagen im Kulturbetrieb

Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!

von Louis Lewitan  19.02.2026

Pilot Adam Edelman (links) und Bremser Menachem Chen auch Israel, was noch keinem israelischem Bob-Team vor ihnen gelang: eine Olympia-Qualifikation ohne Trainer

Winterspiele

RTS entschuldigt sich für Olympia-Kommentar

Ein Live-Kommentar über den israelischen Bobfahrer Adam Edelman sorgte für Empörung – nun entschuldigt sich RTS und spricht von einem »unangemessenen Format«

von Nicole Dreyfus  19.02.2026

Belarus

Die Kushner-Karte

Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch

von Alexander Friedman  18.02.2026

Antisemitismus

In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet

In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört

 18.02.2026

Meinung

Eklat im Schweizer öffentlich-rechtlichen: Das RTS und der Israelhass

Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.

von Nicole Dreyfus  17.02.2026

Der israelische Bobfahrer Adam Edelman nimmt die Hasstiraden gegen seine Person gelassen und will sich auf den Wettkampf konzentieren.

Olympische Winterspiele

Sender verteidigt »Genozid«-Kommentar, nimmt ihn aber offline

Die politischen Einordnungen eines Schweizer TV-Kommentators bei der Abfahrt des israelischen Bobfahrers Adam Edelman sorgen für Debatten. Der Sender verteidigt sich, der Sportler sieht es gelassen

 17.02.2026

Brüssel

Streit um Beschneider: US-Botschafter nennt Belgien »antisemitisch«

In mehreren X-Posts griff Bill White die belgische Regierung scharf an, die wiederum sich die Einmischung verbat. Hintergrund ist ein Strafverfahren gegen drei Mohelim in Antwerpen

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026

Boston

Dokumentarfilm-Pionier Frederick Wiseman gestorben

»Dokumentarfilme sind wie Theaterstücke, Romane oder Gedichte – sie haben keine messbare soziale Nützlichkeit«, sagte der Verstorbene einst. Er wurde 96 Jahre alt

 17.02.2026

Österreich

Wiens Oberrabbiner wandert nach Israel aus

Sechs Jahre leitete der gebürtige Schweizer Engelmayer mit einer internationalen Berufsbiografie die jüdische Gemeinde in Wien. Jetzt siedelt er mit seiner Familie nach Israel über

von Burkhard Jürgens  16.02.2026 Aktualisiert