Coronavirus

Ratschläge aus dem All

Wird in den kommenden Wochen zurückerwartet: Jessica Meir Foto: dpa

Coronavirus

Ratschläge aus dem All

Die Astronautin Jessica Meir gibt Tipps zum Leben in der Isolation

von Tobias Kühn  06.04.2020 15:29 Uhr

Die schwedisch-amerikanisch-jüdische Astronautin Jessica Meir hat sich an Bord der Internationalen Raumstation ISS über die US-Botschaft in Jerusalem per Twitter an alle Menschen auf der Erde gewandt.

Sie gab Ratschläge, wie man körperlich und geistig gesund bleiben kann, wenn man den Raum nicht verlassen darf.

Training In dem Video, das die amerikanische Botschaft in Jerusalem postete, sagte Meir angesichts der Corona-Pandemie: »Ich glaube, es gibt eine Menge Dinge, die Menschen tun können, um es sich ein wenig leichter zu machen.« Sie und ihre Kollegen achteten sehr darauf, »dass wir uns an unsere Routine halten. Wir halten uns an unser Trainingsprogramm, um fit und gesund zu bleiben«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Bewegung sei »bekanntlich etwas, das nicht nur für unsere körperliche Fitness, sondern auch für unser geistiges Wohlbefinden wichtig ist, und das betonen wir hier oben sehr«, so die 42-jährige Biologin.

Familie Meir sagte auch, es sei wichtig, »regelmäßig Kontakt zu Familie, Freunden und Angehörigen zu halten«. Sie stellte fest, wie viele Menschen Videokonferenzen nutzen, um miteinander in Verbindung zu bleiben. »Das tun auch wir in der Raumstation regelmäßig für unsere psychologische Unterstützung.«

Jessica Meir startete Ende September 2019 gemeinsam mit ihren Kollegen Oleg Skripotjka und Hazza Al Mansouri in einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS. Sie ist die dritte Jüdin im Weltraum und wird in den kommenden Wochen zurückerwartet.

rückkehr In dem Video spricht sie davon, dass es »sehr seltsam und ein bisschen surreal« sei, aus der Ferne zu sehen, wie sich alles auf der Erde entwickelt. »Es scheint, dass wir auf einen anderen Planeten zurückkehren werden.«

Im vergangenen Monat veröffentlichte Meir auf Twitter ein Foto von Tel Aviv, das sie aus dem Weltraum aufgenommen hatte. Die normalerweise so geschäftige Stadt sah inmitten der Ausbreitung des Coronavirus trostlos aus. »Wenn ich auf die Stadt hinabblicke, in der mein Vater aufgewachsen ist, denke ich an einen seiner häufigsten Sätze: ›Auch dies wird vergehen.‹«

Dies seien »kluge Worte, an die man sich erinnern sollte, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten«, twitterte Meir.

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Fußball

England als neue Chance? Daniel Peretz verlässt Hamburger SV

Nach der missglückten Leihe zum Hamburger SV geht es für Bayern-Torhüter Daniel Peretz in England weiter. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer

 08.01.2026

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Interview

»Die ICZ gehört zu mir – und ich gehöre zu ihr«

Sie will Brücken bauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Die neu gewählte ICZ-Präsidentin Noëmi van Gelder spricht über Tradition und Offenheit, über Sicherheit in bewegten Zeiten – und darüber, wie jüdisches Leben in Zürich sichtbar, stark und gemeinschaftlich bleiben kann

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 07.01.2026

Venezuela

Kraft für den Neuanfang?

Trotz der spektakulären Festnahme des Diktators Nicolás Maduro durch die USA blickt die jüdische Gemeinde des Landes in eine ungewisse Zukunft

von Michael Thaidigsmann  07.01.2026

Schweiz

Trauer um Alicia, Diana und Charlotte

Bei der Brandkatastrophe im Nobel-Skiort Crans-Montana sind auch drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  07.01.2026