Russland

Putin will Chodorkowski begnadigen

Könnte bald freikommen: Michail Chodorkowski Foto: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin will den seit über zehn Jahren inhaftierten Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski begnadigen. Dies kündigte er am Donnerstag nach dem Ende einer mehr als vier Stunden dauernden Pressekonferenz in Moskau an.

Gnadengesuch »Er sitzt seit über zehn Jahren in Haft, das ist eine lange Zeit, und ich bin der Meinung, dass man eine solche Entscheidung treffen muss«, sagte Putin zum Fall des früheren Oligarchen Chodorkowski. Dieser habe lange Zeit kein Gnadengesuch eingereicht, erst vor Kurzem habe er dies doch getan, erklärte Putin. »Dieses Gesuch wird in Bälde bewilligt werden«, fügte er hinzu.

Im Rahmen seiner jährlichen großen Pressekonferenz äußerte der russische Präsident sich auch zu den beiden zu zwei Jahren Haft verurteilten Mitgliedern der Punk-Band »Pussy Riot«. Die Frauen täten ihm leid, aber nur, weil sie in einen Zustand geraten seien, der die Würde von Frauen herabsetze, sagte er.

Putin bestätigte, dass die beiden Musikerinnen im Rahmen einer von der Staatsduma zum 20. Jahrestag der russischen Verfassung erlassenen Amnestie freikommen werden. Auch die Verfahren gegen die vor drei Monaten festgenommen Greenpeace-Aktivisten werden aufgrund der Amnestie eingestellt. epd

Großbritannien

»Die Grünen sind jetzt eine extremistische Partei«

Ein Parteitagsbeschluss der englischen Grünen, in dem der Zionismus als eine Spielart des Rassismus bezeichnet und zur Befreiung Palästinas aufgerufen wird, ist nicht nur in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen

 05.10.2026

Nachruf

Weimer würdigt gestorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter

Eine weitere jüdische Zeitzeugin des Holocaust ist tot. Irene Butter starb im Alter von 95 Jahren in den USA. Lange hatte sie nichts von ihren Erlebnissen im KZ erzählt. Dann berichtete sie jahrzehntelang Schülern von ihrem Leben

von Christoph Arens  05.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Gespräch

Jüdische Stimme am Vatikan

Viktor Eichner vom Jüdischen Weltkongresses hat ein großes Ziel: sich für die jüdische Gemeinschaft einzusetzen – vor allem beim Heiligen Stuhl

von Sabine Kleyboldt  02.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Großbritannien

Dame Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe ein

 01.10.2026

New York

Mamdani legt Antisemitismus-Plan vor, jüdische Organisationen üben scharfe Kritik

Das Konzept des Bürgermeisters blende den Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Juden in New York und antiisraelischer Propaganda bewusst aus, sagt einer der Kritiker

 30.09.2026

Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her

 30.09.2026