Russland

Putin will Chodorkowski begnadigen

Könnte bald freikommen: Michail Chodorkowski Foto: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin will den seit über zehn Jahren inhaftierten Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski begnadigen. Dies kündigte er am Donnerstag nach dem Ende einer mehr als vier Stunden dauernden Pressekonferenz in Moskau an.

Gnadengesuch »Er sitzt seit über zehn Jahren in Haft, das ist eine lange Zeit, und ich bin der Meinung, dass man eine solche Entscheidung treffen muss«, sagte Putin zum Fall des früheren Oligarchen Chodorkowski. Dieser habe lange Zeit kein Gnadengesuch eingereicht, erst vor Kurzem habe er dies doch getan, erklärte Putin. »Dieses Gesuch wird in Bälde bewilligt werden«, fügte er hinzu.

Im Rahmen seiner jährlichen großen Pressekonferenz äußerte der russische Präsident sich auch zu den beiden zu zwei Jahren Haft verurteilten Mitgliedern der Punk-Band »Pussy Riot«. Die Frauen täten ihm leid, aber nur, weil sie in einen Zustand geraten seien, der die Würde von Frauen herabsetze, sagte er.

Putin bestätigte, dass die beiden Musikerinnen im Rahmen einer von der Staatsduma zum 20. Jahrestag der russischen Verfassung erlassenen Amnestie freikommen werden. Auch die Verfahren gegen die vor drei Monaten festgenommen Greenpeace-Aktivisten werden aufgrund der Amnestie eingestellt. epd

USA

Top-Cop im Dilemma

Jessica Tisch, New Yorks erste jüdische Polizeipräsidentin, bleibt auch unter dem antizionistischen Bürgermeister Zohran Mamdani im Amt – zumindest vorerst

von Katja Ridderbusch  18.01.2026

USA

Old Shul

Bundesrichter Alvin K. Hellerstein leitet das Verfahren gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Er ist 92 Jahre alt und orthodoxer Jude

von Michael Thaidigsmann  18.01.2026

Italien

Licht der Erinnerung

Die Juden Lecces wurden 1541 aus dem Königreich Neapel vertrieben. Fast 500 Jahre später wird ihre Geschichte in dem kleinen »Museo Ebraico« zu neuem Leben erweckt – dank zweier engagierter Familien

von Lydia Bergida  17.01.2026

Der Eruv kann auch teilweise aus ergänzten bei der Sigi-Feigel-Terrasse

Schweiz

Ein Eruv für Zürich

Unsichtbar im Stadtbild, spürbar im religiösen Alltag. Die größte jüdische Gemeinschaft der Schweiz spannt einen symbolischen Faden – und macht jüdisches Leben sichtbarer

von Nicole Dreyfus  16.01.2026

England

Maccabi-Fan-Bann: Ministerin entzieht Polizeichef das Vertrauen

Ein Bericht zum Agieren der West Midlands Police beim Ausschluss von Fans des israelischen Vereins Maccabi Tel Aviv vom Spiel gegen Aston Villa hat schwere Fehler zutage gefördert

 15.01.2026

Irak

Humor als Waffe

Elizabeth Tsurkov berichtet über ihre 903 Tage als Geisel einer pro-iranischen Terrormiliz und was ihr beim Überleben half

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert