Auszeichnung für Altkanzler Olaf Scholz: Das Leo-Baeck-Institut (LBI) verleiht dem SPD-Politiker die Leo-Baeck-Medaille. Der »Tagesspiegel« hatte am Donnerstag zuerst darüber berichtet.
LBI-Präsident David Marwell sagte der Zeitung, man wolle so »das Engagement des ehemaligen Bundeskanzlers für die Bewahrung der Geschichte und Erinnerung der deutschsprachigen Juden sowie seine Unterstützung für jüdisches Leben im heutigen Deutschland« würdigen.
Laudator auf Scholz bei der Preisverleihung am 28. April in New York soll der frühere US-Außenminister Antony Blinken sein. Das Institut ist nach dem früheren Rabbiner Leo Baeck (1873-1956) benannt, der vor der Schoa der bedeutendste Vertreter des liberalen Judentums in Deutschland war.
Das 1955 von jüdischen Intellektuellen wie Martin Buber und Hannah Arendt gegründete und nach dem Rabbiner benannte Institut fördert die Erforschung der deutsch-jüdischen Geschichte. Es unterhält Dependancen in New York und Berlin.
Die Leo-Baeck-Medaille wird seit 1978 verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehören der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Vorgänger Joachim Gauck und Johannes Rau, die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Bündnis90/Die Grünen) sowie der Verleger Axel Springer. Im vergangenen Jahr wurden die Journalisten Wolf Blitzer und Kati Marton mit der Auszeichnung bedacht.
Die Medaille ist nicht mit dem Leo-Baeck-Preis zu verwechseln, der vom Zentralrat der Juden in Deutschland vergeben wird. mth