Schweden

Neonazi-Marsch an Jom Kippur?

Die westschwedische Stadt Göteborg Foto: dpa

Juden in der schwedischen Stadt Göteborg wollen einen Marsch von Neonazis verhindern, der ausgerechnet an Jom Kippur (30. September) in der Nähe der Hauptsynagoge der Stadt vorbeiführen soll.

Die Führung der jüdischen Gemeinschaft will einen Beschluss der Polizei anfechten, der der »Nordischen Widerstandsbewegung« erlauben würde, ihren Marsch während der Göteborger Buchmesse in der Stadt abzuhalten. Zu dem größten Literaturfestival Skandinaviens werden etwa 100.000 Menschen erwartet.

Anti-defamation League Die Anti-Defamation League (ADL) hat an den schwedischen Ministerpräsidenten appelliert, sicherzustellen, dass die Route des Neonazi-Marsches weit entfernt von der Synagoge verlaufen soll. Die Polizei hatte das ursprüngliche Anliegen der rechtsextremen Gruppierung zurückgewiesen, auf den Hauptstraßen Göteborgs zu marschieren. Doch die alternative Route würde nur etwa 60 Meter entfernt von der Göteborger Synagoge verlaufen – an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag,

Gemeindepräsident Allan Stutzinsky sagte der Jewish Telegraphic Agency (JTA), seiner Ansicht nach sei die geplante Demonstration kein isolierter Vorfall. »Wir haben hier wieder Antisemitismus wie in den 1930er-Jahren. Wir dachten, Europa habe seine Lektion gelernt, aber das ist offenbar nicht der Fall«, zitierte ihn JTA. ag

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026