Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Der demokratische Abgeordnete Brad Sherman Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Der demokratische Kongressabgeordnete Brad Sherman hat sich zufrieden über zusätzliche Bundesmittel für Sicherheitsmaßnahmen jüdischer Einrichtungen in Südkalifornien gezeigt. Für ein Sicherheitsprogramm der Jewish Federation Los Angeles wurden mehr als eine Million Dollar (0,85 Millionen Euro) bewilligt. Sherman erklärte, die Entscheidung habe ihn durchaus überrascht. Das Jewish News Syndicate (JNS) berichtete.

Nach Angaben der Federation fließen insgesamt 1,031 Millionen Dollar in das sogenannte Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen in der Region zusammen und koordiniert unter anderem Kontakte zu lokalen und nationalen Sicherheits- und Rettungsbehörden.

Ursprünglich hatte der jüdische Politiker Sherman nach eigenen Angaben sogar 1,4 Millionen Dollar beantragt. »Wir bekommen nie alles, worum wir bitten«, sagte er. »Wenn man jemals alles bekommt, was man beantragt hat, denkt man sich: Mist, ich hätte mehr verlangen sollen.«

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Die nun bewilligten Mittel kommen laut JNS zusätzlich zu Geldern aus einem Sicherheitsprogramm des US-Heimatschutzministeriums für gemeinnützige Organisationen hinzu. Außerdem läuft laut Sherman derzeit ein weiteres Finanzierungsprojekt über 720.000 Dollar (612.000 Euro) durch das Haushaltsverfahren des Kongresses.

Besonders bemerkenswert sei, dass das Sicherheitsprogramm der Federation erstmals eine solche direkte Bundesförderung erhalten habe. Sherman verwies darauf, dass sich die Richtlinien regelmäßig änderten. »Früher war das Programm nicht förderfähig, dann plötzlich doch«, erklärte der Abgeordnete. Zudem müsse eine Vielzahl von Unterstützungsschreiben eingereicht werden. »Es ist nicht so, dass man einfach sagt: ›Sherman, hier ist Geld, finden Sie heraus, was Ihr Wahlkreis braucht.‹«

Der Demokrat betonte zugleich, dass der Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen ein alarmierendes Zeichen sei. »Ich hätte viel lieber gar kein Geld für Sicherheit und dafür keinen Bedarf an Sicherheit«, sagte Sherman. »Aber Antisemitismus tritt heute offener zutage als jemals seit der Kindheit meines Vaters.«

Minimierung von Risiken

Auch Noah Farkas, Präsident und Geschäftsführer der Jewish Federation Los Angeles, begrüßte die Entscheidung aus Washington. Man sei »außerordentlich dankbar für die unerschütterliche Unterstützung des Kongressabgeordneten Sherman für die jüdische Gemeinschaft«.

Farkas erklärte weiter, das Sicherheitsprogramm arbeite seit mehr als zehn Jahren daran, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, Schulungen anzubieten und Risiken für hunderte jüdische Einrichtungen zu minimieren. Die neuen Mittel würden helfen, den Schutz der Gemeinden angesichts der anhaltenden Gefahrenlage weiter auszubauen. im

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