Erinnerung

Mehr als 250 Holocaust-Überlebende starten Bildungsinitiative

Eva Szepesi im Bundestag Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Mehr als 250 Holocaust-Überlebende haben sich einer internationalen Initiative angeschlossen, die der Zunahme des Antisemitismus nach dem Terrorangriff der militant-islamistischen Hamas auf Israel vom 7. Oktober entgegenwirken soll. Das Survivor Speakers Bureau wurde am Donnerstag von der in New York ansässigen Conference on Jewish Material Claims Against Germany ins Leben gerufen. Im Rahmen der Initiative sollen die Holocaust-Überlebenden ihre erschütternden Geschichten in Klassenräume und Hörsaale in aller Welt tragen.

Persönliche Treffen mit Überlebenden soll es zunächst in Deutschland und den USA geben. In anderen Ländern sollen vorerst Videoformate dafür sorgen, dass Schüler und Studenten aus erster Hand von den Grauen des Holocaust erfahren können, in dem sechs Millionen Juden und Angehörige anderer Minderheiten vom nationalsozialistischen Deutschland ermordet wurden. Die Claims Conference hofft darauf, persönliche Treffen auch bald in anderen Ländern ermöglichen zu können.

Eine Initiative von diesem Ausmaß und dieser Reichweite sei beispiellos, sagte Gideon Taylor, der Präsident der Claims Conference. »In einer Zeit, in der der Antisemitismus dramatisch zunimmt, erzählt dieses Programm die Geschichte und bildet für die Zukunft.«

Die in Deutschland lebende Auschwitz-Überlebende Eva Szepesi sagte, Wissen über den Holocaust sei von entscheidender Bedeutung, besonders in der gegenwärtigen Lage. Sie wolle die Geschichte ihres eigenen Überlebens verbreiten, um die Auswirkungen des Holocausts auf die Menschen zu zeigen, aber auch die Auswirkungen aller anderen rassistischen und hasserfüllten Handlungen weltweit, sagte sie. ap

Schweiz

Noah bleibt der beliebteste Jungenname

Kein anderer Jungenname wurde 2025 häufiger an Neugeborene vergeben. Bei den Mädchen setzte sich Sofia an die Spitze

von Nicole Dreyfus  24.08.2026

Österreich

Exodus über die Alpen

Zehntausende Juden flohen nach der Schoa über die Hohen Tauern nach Italien und weiter nach Palästina. Heute folgen ihre Nachfahren und andere Wanderer der historischen Route

von Pascal Beck  24.08.2026

Russland

Putins Doppelschlag gegen Jabloko

Die einzige Antikriegs-Partei wurde von der Wahl ausgeschlossen und ihr Anführer zu mehr als elf Jahren Straflager verurteilt

von Alexander Friedman  24.08.2026

New York

Gouverneurin Hochul fordert Mamdani auf, sich weniger auf Israel zu konzentrieren

In einem Interview legt die Gouverneurin des Bundesstaats New York dem Bürgermeister der gleichnamigen Metropole nahe, seinen Fokus auf das »Handwerkszeug der Stadtregierung« zu legen

 23.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Philanthropie

Lauder-Stiftung lässt Förderung jüdischer Schulen in sieben europäischen Städten auslaufen

Zum Abschluss der jahrzehntelangen Förderung stellt die Ronald S. Lauder Foundation noch einmal 75 Millionen Dollar bereit. Die Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe

 21.08.2026

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

Schweiz

»Death to Zionism«: Anti-Israel-Demo sorgt in Basel für Unruhe

Ausgerechnet am Jahrestag des Ersten Zionistenkongresses soll eine Kundgebung stattfinden, bei der die Vernichtung Israels propagiert wird

 20.08.2026

Wien

Sieben Tage vermisst

Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026