Polen

»Marsch der Lebenden«

Benny Gantz (vorn) nimmt zum ersten Mal an der Gedenkzeremonie teil. Foto: Flash 90

Zum ersten Mal ist der »Marsch der Lebenden«, der seit 25 Jahren am Jom Haschoa, dem Holocaust-Gedenktag, in Polen stattfindet, von einem amtierenden israelischen Generalstabschef angeführt worden. Benny Gantz war am heutigen Montag gemeinsam mit den Teilnehmern die etwa drei Kilometer lange Strecke vom ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz (Stammlager) zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gelaufen.

Garant Israels Generalstabschef hatte das Todeslager Auschwitz bereits am Sonntagabend besucht. Laut einem Bericht der israelischen Zeitung »ynet« sagte er, der Staat Israel sei der Garant dafür, dass sich dieser »Horror« nicht wiederhole. Seit 1988 haben mehr als 150.000 Menschen am »Marsch der Lebenden« teilgenommen, viele von ihnen junge Juden aus allen Teilen der Welt.

Der Name solle »einen Kontrast setzen zu den Todesmärschen der Nazis«, sagte Shmuel Rosenman, der Vorsitzende der internationalen Organisation »Marsch der Lebenden«, laut einem Bericht der Deutschen Welle. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs hatten die Nazis ihre Konzentrationslager in Polen geräumt und Tausende von Häftlingen auf grausame Fußmärsche in Richtung Deutschland geschickt. Viele der bereits durch die Lager entkräfteten Menschen starben bei eisiger Kälte.

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026