Österreich

Kultusgemeinde »schlicht sprachlos«

Benjamin Nägele, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) Foto: Daniel Shaked

Österreich

Kultusgemeinde »schlicht sprachlos«

Berufssoldat trägt SS-Uniform, zeigt Hitlergruß – und wird nicht entlassen

 13.10.2022 13:37 Uhr

In Österreich hat sich in den vergangenen Jahren ein Kärntner Berufssoldat Devotionalien mit Hakenkreuzen und SS-Runen im Internet bestellt, sich eine SS-Uniform gebastelt und ist in diesem Aufzug als »Obersturmbannführer« spazierengegangen. Dabei entstanden Fotos, auf denen er den Hitlergruß zeigt.

WIEDERBETÄTIGUNG Nach einem Bericht der österreichischen Tageszeitung »Kurier« wurde dem heute 36-jährigen Soldaten die »Wiederbetätigung im nationalsozialistischen Sinne« vorgeworfen, und er musste sich vor der obersten Disziplinarbehörde sowie dem Landesgericht Klagenfurt verantworten.

Am Montag wurde er zu einer Geldstrafe in Höhe von 4968 Euro verurteilt – das sind knapp zwei Monatsbezüge. Ein Geschworenengericht verurteilte ihn zu zehn Monaten bedingter Haft.

Weil die Freiheitsstrafe weniger als ein Jahr beträgt, darf der Soldat im Dienst bleiben, er wird lediglich versetzt.

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) äußerte sich entsetzt über die Entscheidung der Richter. IKG-Generalsekretär Benjamin Nägele twitterte: »Ein verheerendes Zeichen – Urteil und vor allem Urteilsbegründung machen schlicht sprachlos.« ja

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026

Großbritannien

Weitere Synagoge in London angegriffen

Die Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien reißen nicht ab. Ein angeblicher Drohnenangriff auf die israelische Botschaft hat sich als Falschmeldung herausgestellt

 19.04.2026

Frankreich

Französisches Gericht: Antisemitismus kein Motiv für die Vergiftung jüdischer Familie durch Nanny

Ein Gericht in Versailles sieht Antisemitismus nicht als Motiv des Versuchs einer Nanny, ihre Arbeitgeber und deren Kinder zu vergiften

 19.04.2026

Spanien

Madrid ist raus

Premier Pedro Sánchez geriert sich und seine Anti-Israel-Politik seit dem 7. Oktober 2023 als vorbildlich. Das hat nun Folgen

von Michael Ludwig  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Frankreich

43 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

Der Anschlag auf das »Chez Jo Goldenberg« in der französischen Hauptstadt am 9. August 1982 erschütterte das Land und seine jüdische Gemeinschaft schwer

 17.04.2026

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026