»Marsch der Lebenden«

Koschere Speisen für Besucher der Gedenkstätte Auschwitz

Marsch der Lebenden auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau Foto: picture alliance / imageBROKER

80 Jahre nach dem Ende der Schoah soll nahe der KZ-Gedenkstätte Auschwitz in Polen in Kürze koscheres Essen für religiöse Jüdinnen und Juden angeboten werden. Die fertigen Pakete mit koscheren Speisen sind israelischen Medienberichten zufolge für einen niedrigen Preis zu erwerben. Das Angebot richtet sich demnach an Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte. Die koscheren Speisen für die Einhaltung von religiösen Ernährungsgeboten seien im Jüdischen Zentrum in Oswiecim erhältlich, hieß es.

Das ist den Berichten zufolge nach dem jüdischen Fest Pessach der Fall, das an diesem Wochenende startet und bis zum 20. April dauert, und vor dem israelischen Holocaust-Gedenktag am 23. April. Dann findet traditionell der »Marsch der Lebenden« mit erwarteten tausenden Teilnehmenden vom ehemaligen KZ Auschwitz in das frühere Vernichtungslager Birkenau statt. Das Jüdische Zentrum bietet den Angaben zufolge auch Zeit für Gebete an.

Die Rote Armee hatte das Lager in dem von Deutschland besetzten Polen am 27. Januar 1945 befreit. Die Zahl der in Auschwitz und im dazugehörigen Vernichtungslager Birkenau ermordeten Menschen wird auf etwa 1,1 bis 1,5 Millionen geschätzt. Das Lager war das größte Konzentrationslager der Nazis. Mit einer Gedenkveranstaltung hatten im Januar Überlebende und zahlreiche Staatsoberhäupter an die Opfer und an die Befreiung von Auschwitz vor 80 Jahren erinnert.

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  02.07.2026

Schweiz

Zürcher Attentäter schweigt vor Gericht

Der 17-jährige Angeklagte, der am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann fast tötete, verweigert vor Gericht jede Aussage. Ihm droht wegen mehrfachen versuchten Mordes die höchstmögliche Jugendstrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.

von Nicole Dreyfus  02.07.2026

USA

Es war einmal ein »Reich der Güte«

Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Aus jüdischer Perspektive war die Entstehung der Neuen Welt auch der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte

von Paul Bentin  02.07.2026

Großbritannien

Oberrabbiner Mirvis fordert, den Ruf »Tod der IDF« unter Strafe zu stellen

Oberrabbiner Mirvis hat die Politik seines Landes zu einem schärferen juristischen Vorgehen gegen anti-israelische und antisemitische Hassrede aufgefordert

 01.07.2026

Proteste gegen Kushner-Projekt

Ein Land sieht pink: Albaniens Flamingo-Revolution ist nicht zu stoppen

Flamingos überall - und kein Ende in Sicht: EU-Beitrittskandidat Albanien ist fest im Griff einer Protestwelle. Fällt die Regierung unter der pinken Revolution?

von Markus Schönherr  30.06.2026

Österreich

Rabbiner Yaron Nisenholz wird Wiens neuer Oberrabbiner

Nach einem internationalem Auswahlverfahren übernimmt Rabbiner Yaron Nisenholz die religiöse Führung der IKG Wien

von Nicole Dreyfus  29.06.2026

Venezuela

Jüdische Gemeinde beklagt drei Tote, mehr als 100 Obdachlose

Das Erdbeben in Venezuela hat auch für die rund 5000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinschaft des Landes schwere Folgen

 29.06.2026

Eva Erben

»Oft weiß man gar nicht, wie viel Kraft in einem steckt«

Die 95-jährige Holocaustüberlebende war aus Israel nach Prag gekommen, um bei der Verlegung der »Stolpersteine« für ihre in der Schoa ermordeten Eltern dabei zu sein

von Michael Thaidigsmann  26.06.2026