»Marsch der Lebenden«

Koschere Speisen für Besucher der Gedenkstätte Auschwitz

Marsch der Lebenden auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau Foto: picture alliance / imageBROKER

80 Jahre nach dem Ende der Schoah soll nahe der KZ-Gedenkstätte Auschwitz in Polen in Kürze koscheres Essen für religiöse Jüdinnen und Juden angeboten werden. Die fertigen Pakete mit koscheren Speisen sind israelischen Medienberichten zufolge für einen niedrigen Preis zu erwerben. Das Angebot richtet sich demnach an Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte. Die koscheren Speisen für die Einhaltung von religiösen Ernährungsgeboten seien im Jüdischen Zentrum in Oswiecim erhältlich, hieß es.

Das ist den Berichten zufolge nach dem jüdischen Fest Pessach der Fall, das an diesem Wochenende startet und bis zum 20. April dauert, und vor dem israelischen Holocaust-Gedenktag am 23. April. Dann findet traditionell der »Marsch der Lebenden« mit erwarteten tausenden Teilnehmenden vom ehemaligen KZ Auschwitz in das frühere Vernichtungslager Birkenau statt. Das Jüdische Zentrum bietet den Angaben zufolge auch Zeit für Gebete an.

Die Rote Armee hatte das Lager in dem von Deutschland besetzten Polen am 27. Januar 1945 befreit. Die Zahl der in Auschwitz und im dazugehörigen Vernichtungslager Birkenau ermordeten Menschen wird auf etwa 1,1 bis 1,5 Millionen geschätzt. Das Lager war das größte Konzentrationslager der Nazis. Mit einer Gedenkveranstaltung hatten im Januar Überlebende und zahlreiche Staatsoberhäupter an die Opfer und an die Befreiung von Auschwitz vor 80 Jahren erinnert.

Großbritannien

Angriff auf Ambulanzen

Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.03.2026

Nachruf

Chuck Norris ist doch sterblich

Der Actionstar und Meme-König wurde 86 Jahre alt. Und war immer ein großer Freund Israels

von Sophie Albers Ben Chamo  25.03.2026

Russland

Kleines Haus, große Herausforderung

Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt

von Polina Kantor  24.03.2026

Belgien

Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen

Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben

 24.03.2026

Großbritannien

Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt

Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus

 23.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  20.03.2026 Aktualisiert

New York

Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel

Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen

 19.03.2026

Interview

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen

von Nicole Dreyfus  18.03.2026