Frankreich

Jüdische Mädchen bei IS-Terrormiliz

IS-Anhänger in Rakka Syrien Foto: dpa

Nach Angaben von französischen Sicherheitsbehörden haben sich mehrere junge Jüdinnen aus Frankreich der Terrormiliz IS angeschlossen. »Insgesamt kämpfen rund 1000 Franzosen für den IS in Syrien. Die jüdischen Kämpferinnen sind dabei in der absoluten Minderheit«, sagte ein französischer Sicherheitsbeamter am Montag dem TV-Sender Channel 2. Die Jüdinnen seien vor ihrer Hinwendung zum Islam nicht Mitglied einer Gemeinde gewesen und hätten ein säkulares Leben geführt.

Die jüdische Gemeinschaft in Frankreich zeigte sich angesichts dieser Entwicklung zutiefst besorgt. Informationen über die Identität der jüdischen Kämpferinnen wurden der Öffentlichkeit bislang noch nicht bekannt gegeben. Nach Medienberichten stammt eines der Mädchen jedoch aus dem Großraum Paris. Kontakt zu den Dschihadisten soll sie in einem Zentrum gegen Radikalisierung aufgenommen haben.

Albtraum »Das Innenministerium versucht momentan, alle Mädchen und deren Familien ausfindig zu machen«, erklärte der jüdische Parlamentsabgeordnete Meir Habib. Der Politiker vermutete, dass eines der jüdischen Mädchen möglicherweise muslimische Wurzeln habe. »Ich verstehe nicht, wie eine Jüdin sich dem IS anschließen kann. Es wäre ein Albtraum, wenn sie im Kampf für die Dschihadisten sterben würde.«

Die Nachricht von den jüdischen Islamistinnen fällt in eine Zeit, in der die Terrororganisation IS immer mehr Zulauf aus Europa erhält. Rund 4000 Menschen aus ganz Europa seien mittlerweile als Dschihadisten nach Syrien und in den Irak gegangen, heißt es aus Sicherheitskreisen. Mehr als 2600 Kämpfer hätten sich dem IS angeschlossen. Der Rest unterstütze Terrorgruppen wie al-Qaida im Irak, die al-Nusra-Front und andere islamistische Milizen.

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

Schweiz

»Death to Zionism«: Anti-Israel-Demo sorgt in Basel für Unruhe

Ausgerechnet am Jahrestag des Ersten Zionistenkongresses soll eine Kundgebung stattfinden, bei der die Vernichtung Israels propagiert wird

 20.08.2026

Wien

Sieben Tage vermisst

Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Block-Prozess

Verteidiger: Ermittlungen zum Fall Block waren zu einseitig

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenbefragung abgeschlossen. Nur einer, ein 37-Jähriger aus Israel, hat die Vorwürfe eingeräumt

 19.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  19.08.2026

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

USA

Die berühmteste Nähmaschine der Welt

Vor 175 Jahren ließ Isaac M. Singer seine »Sewing Machine« patentieren – und löste damit in der Textilindustrie und in Privathaushalten eine Revolution aus

von Sarah Thalia Pines  17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026