Frankreich

Hollande sagt Juden mehr Schutz zu

Nach den Terroranschlägen: Solidaritätskundgebung in Paris am Samstag Foto: dpa

Nach den Terroranschlägen in Paris hat der französische Präsident François Hollande am Sonntag Vertreter des Judentums empfangen. Zu den Gästen im Elysée-Palast gehörten der Großrabbiner von Frankreich, Haïm Korsia, und der Präsident des Jüdischen Rates, Roger Cukierman. Die Begegnung galt als wichtige Geste, nachdem bei dem Überfall auf einen jüdischen Supermarkt am Freitag in Vincennes vier Geiseln getötet worden waren. Cukierman sagte vor dem Besuch, er wolle vom Präsidenten »starke Maßnahmen verlangen, da wir fast in einer Kriegssituation sind«.

trauer Die Forderungen fanden offenbar Gehör. »Wir haben dem Präsidenten unsere Trauer ausgedrückt. Er hat uns versichert, dass alle Schulen und alle Synagogen überwacht werden, wenn notwendig nicht nur von der Polizei, sondern auch von der Armee«, sagte Cukierman nach dem Treffen mit Hollande. Weitere Themen waren der Antisemitismus im Internet und die Radikalisierung junger Muslime in den französischen Gefängnissen.

Am Abend besuchte Hollande die Große Synagoge von Paris, um der jüdischen Opfer zu gedenken. »Frankreich ohne Juden wäre nicht mehr Frankreich«, hatte Premierminister Manuel Valls am Samstag erklärt, nachdem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die französischen Juden zur Auswanderung nach Israel aufgefordert hatte. epd

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  27.08.2026 Aktualisiert

Mythos

Wie lange Haare ikonografisch wurden - vom biblischen Samson zum norwegischen Haaland

Seine blonde Mähne wurde zu seinem Markenzeichen - ebenso wie seine reichlichen Tore. Nun hat der norwegische Stürmer Erling Haaland sich die Haare abrasiert. Verliert er damit seine Macht? Vorbilder legen das nahe

von Johannes Peter Senk  26.08.2026