Schweiz

Hassparolen und Hakenkreuz in Synagogentür geritzt

Die Stadt Biel im Kanton Bern Foto: picture alliance / Prisma

Schweiz

Hassparolen und Hakenkreuz in Synagogentür geritzt

Die nächtliche Schändung des Gotteshauses in Biel entsetzt die jüdische Gemeinschaft

 18.02.2021 17:06 Uhr

Antisemitischer Vorfall in der Schweiz: In der Nacht zum Donnerstag wurden in die Tür der Synagoge in Biel im Kanton Bern ein Hakenkreuz sowie die Parolen »Sieg Heil« und »Juden Pack« eingeritzt. Das teilte der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) am Nachmittag mit.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Polizei war von einem Passanten aufmerksam gemacht worden und leitete umgehend Ermittlungen ein. Informationen zur Täterschaft oder den Hintergründen liegen laut SIG momentan noch nicht vor.

Der SIG und die Jüdische Gemeinde Biel verurteilten den Vorfall auf das Schärfste. Die Einritzungen stellten »eine massive Schändung der Synagoge und einen schweren antisemitischen Vorfall dar«, erklärten sie. Die Gemeinde werde mit Unterstützung des SIG Strafanzeige erstatten.

westschweiz Die Westschweiz war in jüngster Zeit mehrfach Schauplatz von antisemitischen Akten. Ende Januar war vor der Synagoge in Lausanne eine Packung Speck und ein ausgestopftes Schwein deponiert worden. Anfang Februar wollte eine Frau zunächst die Türen der Synagoge von Genf mit Schweinetranchen verschmieren. Mitte Januar wurde in Zürich eine Online-Veranstaltung der Gemeinde gekapert. Unbekannte störten das Programm mit obszönen und verletzenden Bildern, darunter Hakenkreuze und Hitlerbilder.

Schändungen von Synagogen seien in der Schweiz sehr selten, sagte SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner. In den vergangenen zehn Jahren habe es keine solchen Taten gegeben, nun aber binnen weniger Wochen mehrere »sehr gravierende« Akte. »In Zeiten von Epidemien werden Juden schnell mal zum Sündenbock gemacht«, so Kreutner. Die Menschen seien derzeit sehr angespannt. mth/kna

Rotterdam

Wieder Brandanschlag auf Synagoge - diesmal in Holland

Erneuter Terrorakt gegen die jüdische Gemeinschaft: Am Freitagmorgen wurde am Eingang des Gotteshauses der jüdischen Gemeinde Rotterdam ein Feuer gelegt

 13.03.2026

Michigan

Anschlag auf Synagoge: »Gezielter Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinschaft«

Der Täter fährt mit einem Fahrzeug in die Synagoge »Temple Israel«. Dort wird er erschossen, bevor er Gemeindemitglieder ermorden kann

 13.03.2026

Trondheim

Vorfall vor Synagoge in Norwegen

Im norwegischen Trondheim drang ein bewaffneter Mann in die Synagoge ein. Die Polizei konnte ihn festnehmen

 13.03.2026 Aktualisiert

Michigan

Antisemitischer Anschlag: Amokläufer fährt mit Truck in Synagoge

Ein Amokläufer hat ein jüdisches Gemeindezentrum angegriffen, in dem sich auch ein Kindergarten befindet. Donald Trump spricht von einer »schrecklichen Sache«

 13.03.2026 Aktualisiert

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  12.03.2026

Belgien

Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?

Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin

 12.03.2026

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

von Christiane Laudage  11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026