New York

Orthodoxe Juden mit Feuerlöscher angegriffen und geschlagen

Die Zahl von Übergriffen auf Juden ist in New York in jüngster Zeit stark gestiegen. Foto: imago images/ZUMA Wire

Wieder haben im New Yorker Stadtteil Williamsburg unbekannte Täter orthodoxe Juden angegriffen, die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Hassverbrechen.

Wie nun bekannt wurde, griff am vergangenen Sonntag ein Mann mit einem Feuerlöscher einen vorbeilaufenden älteren Mann an. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie sich der Angreifer dem durch seine Kleidung als Juden erkennbaren Mann von hinten nähert und ihn mit dem Feuerlöscher besprüht.

Als das Opfer sich umdreht und dann weiter geht, versucht der Angreifer ihm zu folgen und den Mann erneut mit dem Löschmittel zu besprühen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Fast zeitgleich und in unmittelbarer Nähe zum Tatort kam es zu einem weiteren judenfeindlichen Vorfall. Eine Gruppe von mehreren Personen näherte sich Angaben der Polizei zufolge einem 66-jährigen Mann und besprühte ihn ebenfalls mit einem Feuerlöscher. Anschließend schlugen die Angreifer noch auf ihn ein und flüchtete dann. Das New York City Police Department sucht weiterhin nach den Tätern.

Im US-Bundesstaat New York haben die antisemitischen Vorfälle in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Anti-Defamation League verzeichnete 2021 eine Zunahme von gewaltsamen Übergriffe auf Juden um mehr als 300 Prozent. Insgesamt wurden in den USA 2717 antisemitische Vorfälle gemeldet - ein Anstieg um 34 Prozent im Vergleich zu 2020, so die ADL. mth

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

Diaspora

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026