Frankreich

Ermittlungen nach Hitlergruß vor Rabbiner in Lyon

Eine gesicherte Verbindung zwischen der Gedenkveranstaltung für einen rechten Aktivisten und dem Vorfall mit dem Rabbiner könne jedoch bislang nicht hergestellt werden, hieß es. Foto: picture alliance / SIPA

Nach einem mutmaßlichen Hitlergruß gegenüber einem Rabbiner in Lyon haben die Behörden der französischen Stadt Strafermittlungen aufgenommen. Wie die Verwaltung des Departements Rhône am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstagabend in der Innenstadt.

Dem Rabbiner, der mit mehreren Kindern auf dem Weg zur Synagoge war, stellte sich demnach ein Mann in den Weg, zeigte den Hitlergruß und rief »Free Palestine«. Der jüdische Geistliche stellte daraufhin einen Strafantrag.

Parallel nahmen am Wochenende rund 3.200 Menschen an einem Gedenkmarsch für den getöteten rechten Aktivisten Quentin Deranque teil. Der 23-Jährige war vergangene Woche nach einer Prügelei zwischen mutmaßlichen Rechts- und Linksextremisten in Lyon getötet worden. An der Demonstration nahmen nach offiziellen Angaben auch zahlreiche Rechtsextremisten aus anderen europäischen Ländern teil.

Nach entsprechenden Videos auf Sozialen Medien kündigte die Verwaltung zwar an, Hitlergrüße sowie rassistische und homophobe Äußerungen strafrechtlich verfolgen zu wollen. Eine gesicherte Verbindung zwischen der Gedenkveranstaltung und dem Vorfall mit dem Rabbiner könne jedoch bislang nicht hergestellt werden, hieß es.

Die Präfektin des Departements Rhône, Fabienne Buccio, sprach den Angaben zufolge bereits mit dem Oberrabbiner von Lyon, Daniel Dahan, und sagte diesem die Unterstützung der Behörden zu.

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