Paris

Erinnerung an die Opfer

Gedenktafel für die Opfer im koscheren Supermarkt Hyper Cacher Foto: dpa

Ein Jahr nach den Anschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und den koscheren Supermarkt Hyper Cacher in Paris hat der französische Präsident François Hollande am Dienstag der Opfer gedacht.

Gemeinsam mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo enthüllte Hollande zunächst eine Gedenktafel für einen Polizisten, der unweit der Redaktion von Charlie Hebdo erschossen worden war. Anschließend gingen die beiden Politiker zum ehemaligen Redaktionssitz der Zeitung, an dem zuvor eine weitere Tafel zur Erinnerung an die Opfer angebracht worden war. Sie musste allerdings kurz darauf wieder bedeckt werden, weil der Name des Zeichners Georges Wolinski falsch geschrieben war.

Im Osten von Paris enthüllten Hollande und Hidalgo schließlich eine Gedenktafel für die vier Menschen, die der islamistische Attentäter Amedy Coulibaly am 9. Januar im Supermarkt Hyper Cacher erschossen hatte. Auch Familienmitglieder der Opfer nahmen an der Zeremonie teil.

Zeremonie Die jüdischen Organisationen CRIF und Consistoire planen außerdem am Samstag eine Zeremonie vor dem Gebäude des Supermarkts. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA). Ein weiterer Gedenkakt ist am Samstag in Montrouge bei Paris geplant. Dort war vor einem Jahr eine Polizistin erschossen worden.

In der vergangenen Woche hatte der israelische Musiker Shai Barak einen Song und einen Videoclip unter dem Titel »Je Suis Juif« mit einem der Slogans veröffentlicht, die nach den Morden im Januar 2015 zu hören waren.

Das Lied auf Hebräisch, Englisch und Französisch wurde laut JTA 47.000-mal auf YouTube abgerufen. Es enthält Darstellungen von jüdischen Künstlern weltweit, wie Gad Elbaz, Ishay Lapidot, Aaron Razel, Mendy Jeruffi, JEW2 und dem Oberkantor der israelischen Armee, Shai Abramson.

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