Berlin

Einmalzahlung an Child Survivors

Bundesfinanzministerium in Berlin Foto: dpa

Die Jewish Claims Conference (JCC) und das Bundesfinanzministerium haben sich auf eine finanzielle Hilfe für jüdische NS-Verfolgte, die den Holocaust als Kinder überlebt haben, geeinigt. Anspruchsberechtigt sind Child Survivors, also Überlebende der Schoa, die sich als Kinder mindestens sechs Monate in einem Konzentrationslager, Ghetto oder Versteck aufhalten mussten.

Entsprechend der Vereinbarung sollen die Berechtigen jeweils eine Einmalzahlung von 2500 Euro für medizinisch-psychotherapeutische Hilfe erhalten. Julius Berman, Präsident der Claims Conference, teilte mit, dass dafür ein gemeinsamer Fonds in Höhe von 250 Millionen Dollar eingerichtet werden soll.

Wie aus dem Bundesfinanzministerium verlautete, wird damit gerechnet, dass etwa 70.000 Holocaustüberlebende Leistungen aus diesem Fonds in Anspruch nehmen werden. Dies entspreche einem Kostenrahmen von bis zu 175 Millionen Euro. Die Einrichtung des Fonds bedarf der Zustimmung des Deutschen Bundestages.

Anerkennung »Die Leistung stellt für die Child Survivors eine Anerkennung ihres besonderen Verfolgungsschicksals dar, das im Verlust der Kindheit besteht. Sie durchlitten als Kinder Trennung anstelle von Schutz und Zuneigung, Kälte und Hunger anstelle von Geborgenheit und Tod anstelle von Liebe«, sagte Rüdiger Mahlo, Repräsentant der Claims Conference in Deutschland.

»Die anhaltenden Folgen treten gerade im Alter auf und äußern sich vermehrt in seelischen und körperlichen Erkrankungen«, so Mahlo weiter. ja

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

»Mein Antrieb wurzelt in der tiefen Überzeugung, dass wir Deutsche uns der Verantwortung, die aus unserer Geschichte als ›Land der Täter‹ erwächst, niemals entziehen können«, sagt der Preisträger

 30.04.2026 Aktualisiert

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert

Sydney

Benefizkonzert abgesagt: Griechischer Chor verweigert Auftritt mit jüdischem Ensemble

Sowohl der Leiter des Chors als auch jüdische Organisationen sind entsetzt

 29.04.2026

Italien

Nächstes Jahr in Palermo

Über Jahrhunderte war das Judentum fester Bestandteil Siziliens. Dann wurde es mehr als 500 Jahre lang dem Vergessen preisgegeben. Die Geschichte einer Wiederentdeckung

von Mark Feldon  28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Universität Gent

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

von Michael Thaidigsmann  27.04.2026