Berlin

Einmalzahlung an Child Survivors

Bundesfinanzministerium in Berlin Foto: dpa

Die Jewish Claims Conference (JCC) und das Bundesfinanzministerium haben sich auf eine finanzielle Hilfe für jüdische NS-Verfolgte, die den Holocaust als Kinder überlebt haben, geeinigt. Anspruchsberechtigt sind Child Survivors, also Überlebende der Schoa, die sich als Kinder mindestens sechs Monate in einem Konzentrationslager, Ghetto oder Versteck aufhalten mussten.

Entsprechend der Vereinbarung sollen die Berechtigen jeweils eine Einmalzahlung von 2500 Euro für medizinisch-psychotherapeutische Hilfe erhalten. Julius Berman, Präsident der Claims Conference, teilte mit, dass dafür ein gemeinsamer Fonds in Höhe von 250 Millionen Dollar eingerichtet werden soll.

Wie aus dem Bundesfinanzministerium verlautete, wird damit gerechnet, dass etwa 70.000 Holocaustüberlebende Leistungen aus diesem Fonds in Anspruch nehmen werden. Dies entspreche einem Kostenrahmen von bis zu 175 Millionen Euro. Die Einrichtung des Fonds bedarf der Zustimmung des Deutschen Bundestages.

Anerkennung »Die Leistung stellt für die Child Survivors eine Anerkennung ihres besonderen Verfolgungsschicksals dar, das im Verlust der Kindheit besteht. Sie durchlitten als Kinder Trennung anstelle von Schutz und Zuneigung, Kälte und Hunger anstelle von Geborgenheit und Tod anstelle von Liebe«, sagte Rüdiger Mahlo, Repräsentant der Claims Conference in Deutschland.

»Die anhaltenden Folgen treten gerade im Alter auf und äußern sich vermehrt in seelischen und körperlichen Erkrankungen«, so Mahlo weiter. ja

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Kommentar

Eine unheilvolle Allianz

Wenn wie in Frankreich die radikale Linke und Islamisten Juden für Israels Politik verantwortlich machen, ist eine Grenze überschritten

von Simone Rodan  20.10.2026

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026