Russland

Deutscher Jude in St. Petersburg verhaftet

Foto: Screenshot

Der deutsche Staatsbürger German Moyzhes ist in Russland verhaftet worden. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es gegenüber der Jüdischen Allgemeinen, der Fall sei der Behörde bekannt. Die deutsche Botschaft in Moskau stehe mit der Familie des Inhaftierten in Kontakt.

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Mehrere russische Medien hatten zuvor berichtet, dass Moyzhes vergangene Woche in St. Petersburg auf seinem Fahrrad von einem Polizeiauto gestoppt und in das berüchtigte Lefortowo-Gefängnis in Moskau gebracht wurde. Seine Wohnung sei unter Verdacht auf »Landesverrat« durchsucht worden, berichtete die Familie Bekannten in Deutschland. Eine offizielle Bestätigung oder Begründung für seine Verhaftung gibt es seitens der russischen Behörden nicht.

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Zwei deutsche Gemeinderabbiner und ein Gemeindemitglied bestätigten der Jüdischen Allgemeinen Moyzhes enge Verbindung zur deutschen jüdischen Gemeinde. Mozyhes wurde in Russland geboren, 1995 siedelte die Familie nach Deutschland über, wo er sein Abitur machte und studierte.

German Moyzhes war im Kölner Gemeinderat aktiv. Erst vor wenigen Jahren zog er endgültig zurück nach St. Petersburg, besuchte aber immer wieder deutsche Gemeinden, unter anderem die Synagoge in Baden-Baden, der er Geld für eine neue Torarolle spendete. Er besitzt sowohl die russische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

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Seit etwa zwei Jahren verweigern die russischen Behörden den direkten konsularischen Zugang in Form von Haftbesuchen zu deutsch-russischen Doppelstaatlern. Sie behandeln Personen mit russischer und einer weiteren Staatsangehörigkeit ausschließlich als russische Staatsangehörige.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, man teile diese Auffassung nicht und ist der Ansicht, dass alle deutschen Staatsangehörigen, unabhängig von einer weiteren Staatsangehörigkeit, ein Recht auf die konsularische Betreuung durch die deutschen Auslandsvertretungen haben. Man setze sich daher in diesem und anderen Fällen mit Nachdruck für konsularischen Zugang ein.

Washington D.C.

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