Tschechien

Der Pegel sinkt

Breiter Strom: die Moldau in Prag am Dienstag Foto: dpa

Eigentlich sollten am Samstag Dutzende Prager Museen bis weit in die Nacht Besucher mit einem besonderen Programm locken. Auch das Jüdische Museum wollte sich an dem Event beteiligen – allerdings erst nach Schabbatausgang um 22.30 Uhr. Doch die Museumsnacht fällt dieses Jahr ins Wasser. Der lang anhaltende Regen hat die Moldau über die Ufer treten lassen, Teile des historischen Stadtzentrums überschwemmt und den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt. Wie das Jüdische Museum der tschechischen Hauptstadt auf seiner Webseite mitteilt, werde die Veranstaltung verschoben.

Vorsorge Am Montag hatte die Leitung des Jüdischen Museums für den Fall von Überschwemmungen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und das Haus für die Öffentlichkeit geschlossen. »Wir haben kostbare Objekte aus dem Keller getragen, damit das Wasser sie nicht beschädigt«, sagte Museumsdirektor Leo Pavlat. »Nach unseren Erfahrungen aus dem Jahr 2002, als die unterirdischen Etagen des Museums die gefährdetsten Stellen waren, wollten wir vorsorgen.« Nachdem die Vorkehrungen abgeschlossen waren, öffnete das Haus am Dienstag wieder für Besucher.

Eine Sprecherin der jüdischen Gemeinde sagte dieser Zeitung, weder eine Synagoge noch irgendein anderes Gemeindegebäude sei durch die Überschwemmung beschädigt worden. Wie Radio Prag am Mittwochmittag meldete, hat sich die Hochwasserlage in der Hauptstadt inzwischen entspannt. In einigen Randbezirken begannen bereits erste Aufräumarbeiten. ja

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  12.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Niederlande

»Juden ins Gas«-Rufe nach Marokkos WM-Niederlage

In Den Haag kam es in der Nacht zu Ausschreitungen und antisemitischen Sprechchören

 10.07.2026

Einzelbild, Single image: Erling Haaland Norway, 9 FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026: Brazil v Norway 05 July 2026, FIFA World Cup 2026: Brazil v Norway Round of 16 at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA. *** Single image: Erling Haaland, Norway FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, July 5, 2026 FIFA World Cup 2026: Brazil vs. Norway, Round of 16, at New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, USA Copyright: HMBxMedia/xMarcoxBader

Verschwörungsmythen

Norwegens WM-Star Erling Haaland im Visier von Antisemiten

Samstagabend spielt der Angreifer von Manchester City mit Norwegen gegen England. Die ehemalige Hamas-Geisel Omer Shem Tov wird ihm dabei die Daumen drücken. Israelfeinden gefällt das nicht.

von Elke Wittich  10.07.2026

Brüssel

Autorinnen canceln Auftritt wegen geplantem Konzert von Lahav Shani

Die Kontroverse um den Auftritt der Münchner Philharmoniker unter Leitung ihres israelischen Chefdirigenten hält an: Zwei Französinnen verkündeten nun, dass sie nicht wie geplant im Brüsseler Bozar auftreten wollen

 09.07.2026

USA

Aus dem »Deep Shtetl« zur »New York Times«

Yair Rosenberg soll es richten. Der Journalist schreibt fortan über jüdisches Leben und Antisemitismus in den Vereinigten Staaten

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Nachruf

Louise Lasser, die Frau, die Mary Hartman erfand, ist tot

Die Schauspielerin vertrat Barbra Streisand auf dem Broadway und war mit Woody Allen verheiratet. Sie wurde 87 Jahre alt

 08.07.2026

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026