Reaktionen

Brüssel und Berlin verurteilen Raketenangriffe

EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini Foto: imago images/Xinhua

Die EU hat die vom Gazastreifen ausgehenden Raketenangriffe auf Israel scharf verurteilt. »Das Abfeuern von Raketen auf die Zivilbevölkerung ist absolut inakzeptabel«, ließ die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Dienstag in Brüssel mitteilen.

Deeskalation Nun sei eine schnelle und umfassende Deeskalation notwendig, um das Leben und die Sicherheit von palästinensischen und israelischen Zivilisten zu schützen. Auch die Bundesregierung in Berlin reagierte besorgt.

Die Tötung des Militärchefs der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad durch die israelische Luftwaffe bewertete die EU in der Mitteilung nicht. Sie war dem Raketenbeschuss vorausgegangen.

Besonnenheit »Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt gegen unschuldige Zivilisten«, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. »Besonnenheit und das ernsthafte Bemühen um eine Deeskalation müssten in der aktuell fragilen Lage oberste Priorität haben.«

Die Bundesregierung rufe dazu auf, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und die Gewalt zu beenden. »Vermittlungsbemühungen Ägyptens und der Vereinten Nationen unterstützen wir ausdrücklich«, erklärte der Sprecher.  dpa

USA

Top-Cop im Dilemma

Jessica Tisch, New Yorks erste jüdische Polizeipräsidentin, bleibt auch unter dem antizionistischen Bürgermeister Zohran Mamdani im Amt – zumindest vorerst

von Katja Ridderbusch  18.01.2026

USA

Old Shul

Bundesrichter Alvin K. Hellerstein leitet das Verfahren gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Er ist 92 Jahre alt und orthodoxer Jude

von Michael Thaidigsmann  18.01.2026

Italien

Licht der Erinnerung

Die Juden Lecces wurden 1541 aus dem Königreich Neapel vertrieben. Fast 500 Jahre später wird ihre Geschichte in dem kleinen »Museo Ebraico« zu neuem Leben erweckt – dank zweier engagierter Familien

von Lydia Bergida  17.01.2026

Der Eruv kann auch teilweise aus ergänzten bei der Sigi-Feigel-Terrasse

Schweiz

Ein Eruv für Zürich

Unsichtbar im Stadtbild, spürbar im religiösen Alltag. Die größte jüdische Gemeinschaft der Schweiz spannt einen symbolischen Faden – und macht jüdisches Leben sichtbarer

von Nicole Dreyfus  16.01.2026

England

Maccabi-Fan-Bann: Ministerin entzieht Polizeichef das Vertrauen

Ein Bericht zum Agieren der West Midlands Police beim Ausschluss von Fans des israelischen Vereins Maccabi Tel Aviv vom Spiel gegen Aston Villa hat schwere Fehler zutage gefördert

 15.01.2026

Irak

Humor als Waffe

Elizabeth Tsurkov berichtet über ihre 903 Tage als Geisel einer pro-iranischen Terrormiliz und was ihr beim Überleben half

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert