Ukraine

Brandanschlag auf Synagoge in Lviv

Lviv, April 2017 – die größte Stadt im Westen der Ukraine und ein wichtiges kulturelles Zentrum des Landes Foto: dpa

Unbekannte haben eine Brandbombe auf eine Synagoge in der ukrainischen Stadt Lviv geworfen. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA). Der Vorfall hat sich nach Angaben der Nachrichten-Website Strana bereits am 30. Juni ereignet, wurde aber erst später entdeckt.

Pogrom 1941 Ein Gebäude der jüdischen Gemeinde in der Scholem-Aleichem-Straße von Lviv wurde dem Bericht zufolge mit antisemitischen Parolen beschmiert. Unter anderem hieß es in den Graffiti: »Nieder mit der Macht der Juden« und »Juden, erinnert euch an den 1. Juli«. An diesem Datum war 1941 in der westukrainischen Stadt ein Pogrom veranstaltet worden. Ukrainische Truppen, die mit den Nazis kollaborierten, hatten zwischen dem 30. Juni und dem 2. Juli 1941 etwa 4000 Juden erschossen.

Die Direktorin der jüdischen Organisation Chesed Arieh, Ada Dianova, sagte, der Molotowcocktail sei möglicherweise auf ein Fenster der Synagoge geworfen worden, habe dieses Ziel aber verfehlt und sei gegen die Fassade geprallt. Der Brandsatz sei am Boden explodiert, niemand sei verletzt worden. ag

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