Marketing

»Vergast alle Juden«

Foto: Screenshot

Eine PR-Aktion des Sportartikelherstellers Adidas ist gründlich in die Hose gegangen – obwohl es sich um Trikots handelte. Wie der Londoner »Guardian« berichtete, trauten Twitter-Nutzer ihren Augen nicht, als sie am Montag sahen, wie die britische Website des Unternehmens das neue Trikot des englischen Fußball-Erstligisten FC Arsenal vorstellte: Da stand kein Spielername auf der Rückseite, sondern »Vergast alle Juden«.

Die Marketing-Experten von Adidas hatten sich etwas Besonderes für die Fans einfallen lassen: Das Unternehmen postete das neue Trikot bei Twitter, Fans und Follower sollten darauf reagieren und Retweets absetzen. Wenn also jemand mit dem Hashtag #DareToCreate retweetete, erhielt er eine persönliche Widmung. Die bestand darin, dass Adidas automatisch ein Bild mit dem neuen Arsenal-Trikot und dem Namen des Twitter-Users auf der Rückseite tweetete.

MISSBRAUCH Viele Fans und Twitter-User freuten sich darüber und nahmen an der Aktion teil. Einige jedoch missbrauchten sie, so der User »GasAllJewss«. Offenbar bemerkte der Sportartikelhersteller dies nicht und teilte den antisemitischen Beitrag.

Wie der »Guardian« berichtete, sei das Teilen automatisch passiert. Der Konzern hat den Tweet inzwischen gelöscht und die Funktion eingestellt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man sei auf den Missbrauch aufmerksam gemacht worden. »Wegen einer Minderheit, die diese Funktion missbrauchte, haben wir sie jetzt geschlossen.«

Auch der FC Arsenal nahm zu dem Vorfall Stellung: »Wir verurteilen diesen Missbrauch, der keinen Platz in unserer Gesellschaft hat«, hieß es in einer Erklärung.  ja

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026

Israel

Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«

Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung

 01.03.2026

Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Großbritannien beteiligt sich am Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister Healey warnt vor wahllosen iranischen Angriffen

 01.03.2026

Türkei

Exil-Iraner im Glück

Nach dem Tod Chameneis feiern Exil-Iraner in der Türkei die Möglichkeit ihrer Rückkehr. Doch schwingt auch Sorge mit

 01.03.2026

Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

Die staatlichen Medien des Iran haben Chameneis Tod bestätigt. Die Angriffe gehen beidseitig weiter - auch auf Golfstaaten

 01.03.2026

»Brüllender Löwe«

Präventivschlag gegen Iran: Die Lage im Überblick

Nach dem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf den Iran reagieren die Behörden auf die erhöhte Sicherheitslage. Die Lage im Überblick

 28.02.2026 Aktualisiert

Ukraine

Im Schatten der Drohnen

In Odessa, wo Strom, Wasser und die Sicherheit knapp sind, zeigen selbst jene, die kaum etwas haben, Solidarität und Mitmenschlichkeit – ganz nach dem Prinzip »Sei a Mentsch«. Ein Ortsbesuch

von Andreas Tölke  25.02.2026

Liechtenstein

Kein Ort, keine Geschichte

Vom Eschnerberg bis Vaduz: Jüdische Spuren im sechstkleinsten Staat der Welt

von Mark Feldon  25.02.2026