Marketing

»Vergast alle Juden«

Foto: Screenshot

Eine PR-Aktion des Sportartikelherstellers Adidas ist gründlich in die Hose gegangen – obwohl es sich um Trikots handelte. Wie der Londoner »Guardian« berichtete, trauten Twitter-Nutzer ihren Augen nicht, als sie am Montag sahen, wie die britische Website des Unternehmens das neue Trikot des englischen Fußball-Erstligisten FC Arsenal vorstellte: Da stand kein Spielername auf der Rückseite, sondern »Vergast alle Juden«.

Die Marketing-Experten von Adidas hatten sich etwas Besonderes für die Fans einfallen lassen: Das Unternehmen postete das neue Trikot bei Twitter, Fans und Follower sollten darauf reagieren und Retweets absetzen. Wenn also jemand mit dem Hashtag #DareToCreate retweetete, erhielt er eine persönliche Widmung. Die bestand darin, dass Adidas automatisch ein Bild mit dem neuen Arsenal-Trikot und dem Namen des Twitter-Users auf der Rückseite tweetete.

MISSBRAUCH Viele Fans und Twitter-User freuten sich darüber und nahmen an der Aktion teil. Einige jedoch missbrauchten sie, so der User »GasAllJewss«. Offenbar bemerkte der Sportartikelhersteller dies nicht und teilte den antisemitischen Beitrag.

Wie der »Guardian« berichtete, sei das Teilen automatisch passiert. Der Konzern hat den Tweet inzwischen gelöscht und die Funktion eingestellt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man sei auf den Missbrauch aufmerksam gemacht worden. »Wegen einer Minderheit, die diese Funktion missbrauchte, haben wir sie jetzt geschlossen.«

Auch der FC Arsenal nahm zu dem Vorfall Stellung: »Wir verurteilen diesen Missbrauch, der keinen Platz in unserer Gesellschaft hat«, hieß es in einer Erklärung.  ja

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