Marketing

»Vergast alle Juden«

Foto: Screenshot

Eine PR-Aktion des Sportartikelherstellers Adidas ist gründlich in die Hose gegangen – obwohl es sich um Trikots handelte. Wie der Londoner »Guardian« berichtete, trauten Twitter-Nutzer ihren Augen nicht, als sie am Montag sahen, wie die britische Website des Unternehmens das neue Trikot des englischen Fußball-Erstligisten FC Arsenal vorstellte: Da stand kein Spielername auf der Rückseite, sondern »Vergast alle Juden«.

Die Marketing-Experten von Adidas hatten sich etwas Besonderes für die Fans einfallen lassen: Das Unternehmen postete das neue Trikot bei Twitter, Fans und Follower sollten darauf reagieren und Retweets absetzen. Wenn also jemand mit dem Hashtag #DareToCreate retweetete, erhielt er eine persönliche Widmung. Die bestand darin, dass Adidas automatisch ein Bild mit dem neuen Arsenal-Trikot und dem Namen des Twitter-Users auf der Rückseite tweetete.

MISSBRAUCH Viele Fans und Twitter-User freuten sich darüber und nahmen an der Aktion teil. Einige jedoch missbrauchten sie, so der User »GasAllJewss«. Offenbar bemerkte der Sportartikelhersteller dies nicht und teilte den antisemitischen Beitrag.

Wie der »Guardian« berichtete, sei das Teilen automatisch passiert. Der Konzern hat den Tweet inzwischen gelöscht und die Funktion eingestellt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man sei auf den Missbrauch aufmerksam gemacht worden. »Wegen einer Minderheit, die diese Funktion missbrauchte, haben wir sie jetzt geschlossen.«

Auch der FC Arsenal nahm zu dem Vorfall Stellung: »Wir verurteilen diesen Missbrauch, der keinen Platz in unserer Gesellschaft hat«, hieß es in einer Erklärung.  ja

Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte

 26.03.2026

Großbritannien

Angriff auf Ambulanzen

Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.03.2026

London

Nach Brandanschlag: König Charles übernimmt Schirmherrschaft für jüdische Sicherheitsorganisation

Das Engagement des Monarchen für »Toleranz, Inklusion und interreligiöses Verständnis« passe eng zur Arbeit des Community Security Trust, so die Organisation

 25.03.2026

Nachruf

Chuck Norris ist doch sterblich

Der Actionstar und Meme-König wurde 86 Jahre alt. Und war immer ein großer Freund Israels

von Sophie Albers Ben Chamo  25.03.2026

Russland

Kleines Haus, große Herausforderung

Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt

von Polina Kantor  24.03.2026

Belgien

Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen

Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben

 24.03.2026

Großbritannien

Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt

Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus

 23.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  20.03.2026 Aktualisiert