Terror

Zwei Raketen in 24 Stunden

Einschlagstelle einer Rakete in der südisraelischen Kleinstadt Sderot Foto: Flash 90

Innerhalb von nur 24 Stunden sind im Süden Israels zwei Raketen aus dem Gazastreifen eingeschlagen. Die Geschosse, die beide in offenem Gelände von Sderot gelandet seien, hätten niemanden verletzt, hieß es seitens der Sicherheitskräfte.

Die israelische Armee beschoss anschließend nach eigenen Angaben Ziele der Hamas im nördlichen und südlichen Gazastreifen. Ein Pilot der israelischen Luftwaffe kam auf dem Rückweg des Vergeltungseinsatzes ums Leben. Vermutlich habe der F16I-Jet, der auf dem Weg zur Militärbasis Ramon gewesen war, Feuer gefangen.

Unfall Der 34-jährige Pilot Ohad Cohen Nov versuchte wohl noch, sich mit dem Schleudersitz aus seiner Maschine zu retten, überlebte aber nicht. Sein Navigator wurde leicht verletzt. Die Armee, hieß es in israelischen Medien, untersuche den Unfall.

Für die Raketen habe die Salafistengruppe Ahfad Al Sahaba, die der Terrororganisation Islamischer Staat nahesteht, die Verantwortung übernommen. Im Vorfeld waren offenbar vier Ahfad Al Sahaba-Mitglieder von der Hamas festgenommen worden.

Das israelische Armeeradio berichtete, dass die Hamas nach dem Vergeltungsbeschuss eine Nachricht an Israel gesandt habe. Darin hieß es offenbar, dass die Hamas an einer Eskalation der Situation nicht interessiert sei und es keinen anderen Gruppen im Streifen erlauben werde, Gewalt zu schüren.

Wahlen

Die Herausforderer von Premier Netanjahu

Der einstige Premier Naftali Bennett und Ex-Generalstabschef Gadi Eizenkot holen in Umfragen auf

von Sabine Brandes  12.04.2026

Nahost

Friedensgespräche im Raketenhagel

Während die Regierungen von Israel und dem Libanon verhandeln wollen, feuert die schiitische Terrororganisation Hisbollah weiter Geschosse auf den Norden ab

von Sabine Brandes  12.04.2026

Kommentar

Empathie für alle?

Dunja Hayali hat zu mehr Mitgefühl mit Betroffenen von Kriegen aufgerufen. Zurecht. Was in den deutschen Medien jedoch kaum vorkommt: das Leid der Israelis, die unter dem ständigen Beschuss der Hisbollah stehen

von Jenny Havemann  10.04.2026

Jerusalem

Israeli soll für Iran Anschlag auf Naftali Bennett geplant haben

Ein 22-jähriger Israeli soll für den iranischen Geheimdienst einen Anschlag auf Ex-Premier Naftali Bennett geplant und Sprengstoff hergestellt haben. Die Polizei ermittelt gegen mehrere Verdächtige

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Iran-Krieg

Israel vermeldet insgesamt 31 Kriegstote und 7500 Verletzte

Nach der Waffenruhe zieht Israel eine erste Bilanz des Krieges mit dem Iran – die IDF spricht von einer erfolgreichen Kampagne

 10.04.2026

Iran-Krieg

Hält die Waffenruhe?

In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. Doch vorab gibt es bereits Streit über wichtige Punkte

 10.04.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026