Tel Aviv

Zustand von Ariel Scharon verschlechtert

Ariel Scharon: seit 2006 im Koma Foto: dpa

Der Zustand von Ariel Scharon wird als »ernst und kritisch« bezeichnet. Das sagte der behandelnde Arzt, Professor Zeew Rothstein, bei einer Pressekonferenz im Tel Haschomer Hospital bei Tel Aviv. Ariel Scharons Familie, darunter seine beiden Söhne, befänden sich an seinem Krankenbett. »Arik ist bis heute ein Kämpfer und hat in den vergangenen Jahren während seiner Behandlung viele kritische Augenblicke überlebt«, sagte der Professor, der seinen Patienten wegen »tiefer Sympathie« beim Vornamen nannte.

Wegen seines Alters und allgemeinen Zustands nach acht Jahren Koma infolge eines Schlaganfalls erhalte Scharon keine Behandlung mit Dialyse, trotz des Versagens seiner Nieren. Mehrere weitere lebenswichtige Körperfunktionen seien zusammengebrochen, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Deshalb bestehe »akute Lebensgefahr«. Der Professor wollte jedoch keine genauere Prognose abgeben und sprach nur pessimistisch von einem »Wandel zum Schlimmsten«.

Scharon war zwischen 2001 und 2006 israelischer Premierminister und hatte in seiner Regierungszeit im Jahr 2005 den Gazastreifen räumen lassen.

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner

Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe

 29.10.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026