Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden.
»Gelingt es, das Regime in die Knie zu zwingen, hätte das - von bedrohten Minderheiten und oppositionellen Exil-Iranern bis zu Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur - unmittelbare Auswirkungen für die Sicherheit in ganz Deutschland«, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster am Montag. Die atomare Bedrohung, die von Teheran ausgehe, sei trotz der Erfolge im sogenannten Zwölftagekrieg im vergangenen Jahr mit jedem Tag gewachsen.
Das Mullah-Regime sei zudem seit vielen Jahren einer der wichtigsten Financiers und Architekten des globalen Terrors, erklärte Schuster weiter. Längst trieben die Agenten des iranischen Regimes und seiner Proxies auch hierzulande ihr Unwesen: »Es liegt deshalb in unserem ureigenen nationalen Interesse, die USA und Israel im Kampf gegen dieses Terrorregime zu unterstützen. Nicht für andere, sondern für unsere offene Gesellschaft in Deutschland.«
Die USA und Israel hatten am Samstag einen großangelegten Militärangriff aus der Luft und von der See aus auf Ziele im Iran begonnen. Iranischen Staatsmedien zufolge wurde dabei Revolutionsführer Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golf-Region und blockierte die für den Ölhandel zentrale Straße von Hormus, eine Meerenge am Persischen Golf.
Nach den Worten des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, bedeutet die militärische Eskalation für die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden eine verschärfte Bedrohungslage. »Insbesondere nach der Tötung des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei ist damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen wird«, sagte er am Sonntag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.