Golf von Oman

Wieder Angriff auf Frachter in israelischem Besitz

Die Vereinigten Arabischen Emirate auf einer Aufnahme aus dem Weltall Foto: imago images/ZUMA Wire

Im Golf von Oman ist erneut ein Frachtschiff in Besitz einer israelischen Firma attackiert worden. Der Angriff sei vom Iran mit einer Rakete oder einer Drohne ausgeführt worden, berichtete die israelische Tageszeitung »Haaretz« unter Berufung auf israelische Sicherheitskreise.

Der Vorfall ereignete sich demnach vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Schiff soll keine israelischen Staatsangehörigen an Bord gehabt haben. Mehrere israelische Medien berichteten, dass niemand verletzt worden und nur geringer Schaden am Frachter entstanden sei.

Libanesische Medien hatten berichtet, dass es sich um das Schiff »Hyperion Ray« handele. Dem Informationsdienst Marine Traffic zufolge fährt es unter der Flagge der Bahamas und war auf dem Weg von Kuwait in den Oman. Vor der Küste der Emirate blieb es demnach stehen.

»HELIOS RAY« Im Golf von Oman hatte es bereits Ende Februar eine Explosion auf einem Frachtschiff namens »Helios Ray« im Besitz einer israelischen Firma gegeben. Israel machte auch für diesen Zwischenfall seinen Erzfeind Iran verantwortlich, der die Vorwürfe zurückwies. Vor einer Woche soll dann ein iranischer Frachter bei einer Explosion im Roten Meer leicht beschädigt worden sein. Berichten der »New York Times« zufolge ging dieser Angriff von Israel aus.

Am Sonntag wurde zudem eine iranische Atomanlage angegriffen. Teheran beschuldigte Israel und kündigte am Dienstag an, sich noch mehr als bisher über die Vereinbarungen des 2015 geschlossenen Atomabkommens hinwegzusetzen. dpa

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Nachrichten

Basketball, Ärzte, Straßenbahn

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Tourismus

Chinesische Influencer für Israel

Vor dem Krieg reisten jährlich rund 150.000 Besucher aus dem Reich der Mitte in den jüdischen Staat. Die Regierung versucht nun, diese Zielgruppe zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  09.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  09.09.2026

26. Knesset

Die Unentschiedenen könnten die Wahl entscheiden

38 Parteien treten zur Knesset-Wahl an. Umfragen zufolge herrscht zwischen den Blöcken um Premier Netanjahu und der Opposition ein enges Patt

von Sabine Brandes  09.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  09.09.2026