EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 55 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Israel

Weitere Abkommen wie mit den Emiraten?

Freude über das Abkommen in Netanya Foto: Copyright (c) Flash 90 2020

Ein Vertreter des israelischen Außenministeriums geht davon aus, dass sein Land sich binnen Wochen mit einem weiteren arabischen Staat auf eine Annäherung verständigen wird.

Der Generaldirektor des Ministeriums, Alon Uschpiz, sagte am Donnerstag dem israelischen Fernsehsender KAN: »Es gibt eine schöne Liste wichtiger Länder, aber wir dürfen und sollten nicht öffentlich darüber sprechen.«

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten zuvor überraschend die Aufnahme diplomatischer Beziehungen angekündigt. Im Gegenzug setzt Israel seine Ausweitung der Souveränität im Westjordanland aus.

Saudi-Arabien US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor ähnlich wie Uschpiz geäußert. Er gehe davon aus, dass viele Länder dem Beispiel der VAE relativ schnell folgen würden, sagte er am Mittwoch im Weißen Haus. Trump bejahte die Frage, ob er Saudi-Arabien zu diesen Ländern zähle.

Saudi-Arabien hat sich bislang nur zurückhaltend zu dem Abkommen geäußert. Außenminister Faisal bin Farhan, sagte, sein Land sei im Nahost-Konflikt weiter der Friedensinitiative aus dem Jahr 2002 verpflichtet.

Kampfjets Trotz israelischer Bedenken erwägen die USA derweil den Verkauf von hochmodernen F-35-Kampfjets an die Emirate. »Sie würden gerne eine ganze Reihe F-35 bestellen«, sagte Trump. Seine Regierung prüfe das.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Dienstag einen Bericht dementiert, nach dem das Abkommen mit den Emiraten eine Geheimklausel für Waffengeschäfte enthält.

Netanjahu habe sich »von Anfang an gegen den Verkauf von F-35 und anderen hochmodernen Waffen an jegliche Länder im Nahen Osten gestellt, einschließlich arabischer Länder, die mit Israel Frieden schließen«, hieß es in einer Mitteilung. Israel hat solche Rüstungsgeschäfte stets abgelehnt - insbesondere, wenn sie Flugzeuge betrafen. Es wollte verhindern, dass andere Länder in der Region eine ebenbürtige Luftwaffe aufbauen. dpa

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026