Israel

Waze wehrt sich gegen Vorwürfe

Die beliebte Navigations-App Waze weist alle Vorwürfe zurück: Am Dienstag hatten sich zwei Soldaten der israelischen Armee verfahren und waren – angeblich durch Waze – in das palästinensische Flüchtlingslager Kalandia geführt worden. Ein Mob attackierte das Fahrzeug der Soldaten mit Steinen und Molotowcocktails, Unruhen brachen aus. Die Armee musste anrücken, um die beiden zu retten. Dabei wurden ein Palästinenser getötet und fünf israelische Grenzpolizisten verletzt.

Die Soldaten gaben an, sie seien gegen elf Uhr in Kalandia angekommen, nachdem sie durch eine Angabe von Waze eine falsche Abzweigung genommen hätten. Angeblich hatten sie die Einstellung »kürzeste Strecke« gewählt, die durch das feindliche Gebiet geführt hat. Ein Militärsprecher erklärte im Armeeradio, es müsse untersucht werden, wie sie dorthin gelangt sind. »Es geht um die Qualität von Waze und die Schwierigkeiten, die bei der Nutzung entstehen können.«

blockiert Die Firmenleitung von Waze, die vor einer Weile von Google aufgekauft worden war, ist jedoch der Ansicht, die Soldaten hätten die Situation selbst verursacht. »Waze verfügt über eine spezielle Einstellung, die Wege blockiert, die als gefährlich gelten, oder Gebiete, in denen Israelis der Zutritt untersagt ist«, heißt es in einer Erklärung der Firma.

»Doch in diesem Fall war diese Einstellung deaktiviert. Außerdem wich der Fahrer von der vorgeschlagenen Route ab und fuhr daraufhin in das verbotene Gebiet. An den Straßen sind rote Schilder aufgestellt, die auf das Palästinensergebiet hinweisen. Es ist die Verantwortung eines jeden Fahrers, sich daran zu halten«, erläuterte Waze.

Verteidigungsminister Mosche Yaalon indes kommentierte, es habe zwar offenbar Schwierigkeiten mit der Technologie gegeben – doch das wahre Problem sei der palästinensische Hass.

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Jerusalem

Isaac Herzog reist nach Australien

Der israelische Präsident trifft Vertreter der jüdischen Gemeinschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags am Bondi Beach und Premierminister Anthony Albanese

 28.01.2026

Jerusalem

Netanjahu macht Joe Bidens Waffenpolitik für Tod israelischer Soldaten verantwortlich

»Helden sind gefallen, weil sie nicht die Munition hatten, die sie gebraucht hätten«, sagt der Ministerpräsident. Frühere US-Regierungsbeamte weisen den Vorwurf zurück

 28.01.2026

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026

Nachkriegsordnung

Hamas will 10.000 eigene Polizisten im Gazastreifen

Die Terroristen begründeten ihre Forderung unter anderem damit, dass sich entlassene Polizisten so nicht zu Terrorgruppen zusammenschließen würden

 27.01.2026

Jerusalem

Rekord: Über 1000 Nieren-Spender auf einem Foto

Der Organisation Matnat Chaim zufolge ist Israel führend bei Lebend-Spenden. Das wird mit diesem Foto besonders deutlich

 27.01.2026

Nahost

Grenzübergang Rafah soll diese Woche geöffnet werden

Zunächst wird offenbar nur der zivile Personenverkehr passieren dürfen – zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren

 27.01.2026

Tel Aviv

»Die Leute weinten, wir umarmten uns«

Der Kommandeur der israelischen Such- und Rettungseinheit der Armee, Oberstleutnant V., spricht im Sender »Kan« über die Bergung der sterblichen Überreste der letzten Gaza-Geisel Ran Gvili

 27.01.2026

Sydney

Australien verweigert jüdischem Islamgegner die Einreise

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein »Islamverbot« fordert, darf das Land nicht betreten

 27.01.2026