Israel

Wasserentnahme aus Totem Meer wird künftig reguliert

Der Pegel des Toten Meeres sinkt seit Jahren um rund einen Meter jährlich. Foto: imago

Die unbegrenzte Wasserentnahme aus dem Toten Meer ist laut Medienberichten nicht länger erlaubt. Das Bezirksgericht Haifa gab am Montag der Petition statt, mit der sich die Umweltschutzgruppe »Adam Teva V’Din« gegen das unlimitierte Abpumpen durch das Unternehmen »Dead Sea Works (DSW)« richtete, wie israelische Medien heute berichten.

Das Unternehmen darf damit nur noch Wasser aus dem Toten Meer in künstliche Becken pumpen, wenn es über eine entsprechende Lizenz der Regierung verfügt, die die zum Abpumpen freigegebene Wassermenge begrenzt. Ein zuvor von der israelischen Wasserbehörde und der DSW vereinbartes Abkommen über die Entnahmemenge wertete der zuständige Richter als unzureichend. Eine Frist für die Regulierung legte das Gericht nicht fest.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein.

ABSENKUNG Der Pegel des Toten Meeres sinkt seit Jahren um rund einen Meter jährlich. Widersprüchlich bewertet wird laut Bericht der Anteil der DSW am Absenken des Pegels. Das Unternehmen pumpt jährlich bis zu 300 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Toten Meer in Verdunstungsbecken, um Mineralien zu gewinnen.

Das Restwasser, rund ein Drittel bis die Hälfte der entnommenen Menge, wird zurückgeleitet. Das Unternehmen machte demnach geltend, die bestehenden Franchisen erlaubten die Nutzung jedweder Ressourcen des Toten Meeres und der umliegenden Flüsse.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein. Unter anderem sollen so effizientere und ökonomischere Pumptechnologien gefördert und eine Entleerung des Gewässers verhindert werden. Technische Verbesserungen beim Mineralabbau wie etwa die Einführung der Membrantechnik könnten den Wasserverbrauch erheblich reduzieren.  kna/ja

Kurzmeldungen

Roller, Bücher, Hitze

Nachrichten aus Israel

von Sabine Brandes  14.11.2019

Gaza

Alltag im Raketenregen

Nach dem Tod eines hochrangigen Funktionärs des Islamischen Dschihad wird Israel massiv beschossen – im Süden und auch im Großraum Tel Aviv

von Sabine Brandes  14.11.2019

Nahost

Raketenangriffe auf Israel trotz Berichten über Waffenruhe

Laut Armeeangaben gab es im Grenzgebiet Alarm

 14.11.2019

Nach EuGH-Urteil

USA »zutiefst besorgt«

Die Vorgabe diene lediglich dazu, Boykotte gegen Israel zu fördern

 13.11.2019

Terror

Beschuss dauert an

Auch am zweiten Tag regnen die Raketen aus Gaza auf den israelischen Süden herab. Ruhe im Zentrum

von Sabine Brandes  13.11.2019

Israel

Mutmaßlicher Hacker an USA ausgeliefert

Dem Mann wird unter anderem Betrug mit elektronischen Mitteln vorgeworfen

 12.11.2019