Israel

Wasserentnahme aus Totem Meer wird künftig reguliert

Am Toten Meer Foto: imago

Die unbegrenzte Wasserentnahme aus dem Toten Meer ist laut Medienberichten nicht länger erlaubt. Das Bezirksgericht Haifa gab am Montag der Petition statt, mit der sich die Umweltschutzgruppe »Adam Teva V’Din« gegen das unlimitierte Abpumpen durch das Unternehmen »Dead Sea Works (DSW)« richtete, wie israelische Medien heute berichten.

Das Unternehmen darf damit nur noch Wasser aus dem Toten Meer in künstliche Becken pumpen, wenn es über eine entsprechende Lizenz der Regierung verfügt, die die zum Abpumpen freigegebene Wassermenge begrenzt. Ein zuvor von der israelischen Wasserbehörde und der DSW vereinbartes Abkommen über die Entnahmemenge wertete der zuständige Richter als unzureichend. Eine Frist für die Regulierung legte das Gericht nicht fest.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein.

ABSENKUNG Der Pegel des Toten Meeres sinkt seit Jahren um rund einen Meter jährlich. Widersprüchlich bewertet wird laut Bericht der Anteil der DSW am Absenken des Pegels. Das Unternehmen pumpt jährlich bis zu 300 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Toten Meer in Verdunstungsbecken, um Mineralien zu gewinnen.

Das Restwasser, rund ein Drittel bis die Hälfte der entnommenen Menge, wird zurückgeleitet. Das Unternehmen machte demnach geltend, die bestehenden Franchisen erlaubten die Nutzung jedweder Ressourcen des Toten Meeres und der umliegenden Flüsse.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein. Unter anderem sollen so effizientere und ökonomischere Pumptechnologien gefördert und eine Entleerung des Gewässers verhindert werden. Technische Verbesserungen beim Mineralabbau wie etwa die Einführung der Membrantechnik könnten den Wasserverbrauch erheblich reduzieren.  kna/ja

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026

Iran

Netanjahu zu den Protesten im Iran: »Wir stehen an eurer Seite«

Jerusalem beobachtet genau, wie das Regime in Teheran auf die Demonstrationen reagiert

von Sabine Brandes  10.01.2026 Aktualisiert

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026