Israel

Wasserentnahme aus Totem Meer wird künftig reguliert

Am Toten Meer Foto: imago

Die unbegrenzte Wasserentnahme aus dem Toten Meer ist laut Medienberichten nicht länger erlaubt. Das Bezirksgericht Haifa gab am Montag der Petition statt, mit der sich die Umweltschutzgruppe »Adam Teva V’Din« gegen das unlimitierte Abpumpen durch das Unternehmen »Dead Sea Works (DSW)« richtete, wie israelische Medien heute berichten.

Das Unternehmen darf damit nur noch Wasser aus dem Toten Meer in künstliche Becken pumpen, wenn es über eine entsprechende Lizenz der Regierung verfügt, die die zum Abpumpen freigegebene Wassermenge begrenzt. Ein zuvor von der israelischen Wasserbehörde und der DSW vereinbartes Abkommen über die Entnahmemenge wertete der zuständige Richter als unzureichend. Eine Frist für die Regulierung legte das Gericht nicht fest.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein.

ABSENKUNG Der Pegel des Toten Meeres sinkt seit Jahren um rund einen Meter jährlich. Widersprüchlich bewertet wird laut Bericht der Anteil der DSW am Absenken des Pegels. Das Unternehmen pumpt jährlich bis zu 300 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Toten Meer in Verdunstungsbecken, um Mineralien zu gewinnen.

Das Restwasser, rund ein Drittel bis die Hälfte der entnommenen Menge, wird zurückgeleitet. Das Unternehmen machte demnach geltend, die bestehenden Franchisen erlaubten die Nutzung jedweder Ressourcen des Toten Meeres und der umliegenden Flüsse.

Umweltschützer setzen sich seit Jahren für eine stärkere Regulierung der Wasserentnahme am Toten Meer ein. Unter anderem sollen so effizientere und ökonomischere Pumptechnologien gefördert und eine Entleerung des Gewässers verhindert werden. Technische Verbesserungen beim Mineralabbau wie etwa die Einführung der Membrantechnik könnten den Wasserverbrauch erheblich reduzieren.  kna/ja

Libanon

Hisbollah lehnt Waffenruhe ab

Bisher konnte keine Waffenruhe im Libanon Ruhe zwischen Israel und der Hisbollah schaffen. Ein erneuter Anlauf wird von der Hisbollah zurückgewiesen

 04.06.2026

Wirtschaft

Keine Dollar, keine Euro mehr - »alles leer«

Der Ansturm auf Devisen bringt Geldwechsler in Israel in Bedrängnis – selbst Banken haben Schwierigkeiten beim Nachschub

von Sabine Brandes  04.06.2026

Jerusalem

Könnte eine Nicht-Israelin Miss Israel werden?

Melanie Shiraz, die Miss Israel von 2025, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs. Dessen Glaubwürdigkeit steht ihr zufolge auf dem Spiel

 04.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Jerusalem

Netanjahu spielt Trumps Beschimpfungen herunter

Seine Beziehung zum amerikanischen Präsidenten sei weiterhin stabil, sagt Israels Ministerpräsident

 04.06.2026

Libanon

Ist die Bromance zwischen Bibi und Trump am Ende?

Wie Washington die Konflikte im Nahen Osten ordnen will und Israel dabei zunehmend in eine Zuschauerrolle drängt

von Sabine Brandes  04.06.2026

Alon Schvut

Charedim greifen Haus des Vizepräsidenten des Obersten Gerichts an

Dutzende Randalierer beschädigten Fenster, Fahrzeuge und weitere Teile des Grundstücks. Hintergrund ist der Protest gegen die Einziehung ultraorthodoxer Männer zum Militärdienst

 04.06.2026

Terroropfer

Sterbliche Überreste in Kfar Aza entdeckt: Familie eines Hamas-Opfers hofft auf Gewissheit

Angehörige des am 7. Oktober 2023 ermordeten Nirel Zini finden menschliche Knochen. Gehören sie zu ihm?

 04.06.2026

Washington D.C.

Israel und Libanon verständigen sich auf Waffenruhe – Umsetzung hängt von Hisbollah ab

Die Vereinbarung steht unter der Bedingung, dass die vom Iran unterstützte libanesische Terrororganisation ihre Angriffe vollständig einstellt

 04.06.2026