Knesset

Urteile vor der Wahl

Balad-Abgeordneter Abu Shehadeh (2.v.r.) Foto: Flash90

Der Wahlkampf in Israel ist in vollem Gange. Wenige Tage, bevor die Menschen wieder einmal ihre Stimme für eine neue Knesset abgeben, war die politische Zukunft einiger Parteien und Abgeordneter Thema für den Obersten Gerichtshof.

Er hob Entscheidungen des Wahlausschusses gegen die arabisch-nationalistische Balad-Partei und den ehemaligen Abgeordneten Amichai Chikli von der rechten Partei Jamina auf und erlaubt ihnen damit, bei den bevorstehenden Wahlen zu kandidieren.

berufung Balads Berufung wurde eingereicht, nachdem der Zentrale Wahlausschuss Ende September dafür gestimmt hatte, die Partei von der Kandidatur auszuschließen und eine Petition anzunehmen, in der behauptet wurde, die Partei negiere die Existenz des Staates Israel. Während der Debatte äußerten Richter scharfe Kritik an der Entscheidung des Wahlausschusses. »Hier gibt es eine oberflächliche Anfrage, ohne Beweise. Die Frage des Ausschlusses einer Partei ist zu ernst für diese Art von Urteil«, so Richterin Anat Baron. Das Urteil war einstimmig.

Umfragen zufolge wird Balad kaum die 3,25-Prozent-Hürde überschreiten.

Umfragen zufolge wird Balad kaum die 3,25-Prozent-Hürde überschreiten. Ihr Scheitern könnte dann zum Wegfall einer erheblichen Anzahl arabischer Stimmen führen und eine Schlüsselrolle bei der vorhergesagten Pattsituation zugunsten des rechts-religiösen Blocks unter Führung von Likud-Chef Benjamin Netanjahu spielen.

wahlausschuss Die Richter hoben auch einstimmig die Entscheidung des Wahlausschusses gegen Chikli auf. Chikli und der Likud hatten seine Disqualifikation als Justizirrtum und »Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit«, verurteilt.

Ein Gutachten des Generalstaatsanwaltes Gali Baharav bescheinigt Ex-Premierminister Naftali Bennett, dass er auch nach den Knessetwahlen weiterhin als stellvertretender Premierminister in der Übergangsregierung fungieren darf, bis eine neue Regierung vereidigt werde, auch wenn dies erhebliche Zeit in Anspruch nehme oder die Wahl am 1. November nicht schlüssig sei und ein weiterer Urnengang notwendig wäre. Das Thema ist von großer Bedeutung, denn solange Bennett stellvertretender Premierminister ist, hat er ein gewisses Vetorecht.

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert