Nachrichten

Urlaub, Eis, Ampel

Weihnachtsmänner auf Urlaub Foto: Flash 90

Urlaub
Auch Weihnachtsmänner müssen mal ausspannen. Besonders nach den anstrengenden Festtagen, in denen sie praktisch rund um die Uhr gearbeitet haben. Dafür lud das israelische Tourismusministerium jetzt 50 Vertreter der Zunft gemeinsam mit ihren Weihnachtsfrauen zu Ferien im Heiligen Land ein. Alle Gäste sind Absolventen der Charles W. Howard Santa School in Michigan. Sie stammen aus den USA, Deutschland, Dänemark und Rumänien. Herumgeführt werden sie vom berühmten Jerusalemer Weihnachtsmann Issa Kassissieh. Der fährt auch mit ans Tote Meer, in dem die Santas – natürlich passend in rot-weißer Badeausstattung – ganz genüsslich alle viere von sich strecken. Außerdem führt die Tour zum See Genezareth, nach Jerusalem und Tel Aviv.

Eis
Wenige Israelis sehen die dritten Wahlen innerhalb eines Jahres als etwas Gutes an. Dennoch wollen die Hersteller des Speiseeises Ben & Jerry’s Israel dem politischen Chaos etwas Positives abgewinnen. Auf ihrem Instagram-Account schrieben sie: »Wir überlegen, eine neue Geschmacksrichtung zu kreieren, unser ›Dritte-Wahlen-Eis‹. Wir wissen aber noch nicht, was hinein soll. Vielleicht habt ihr ja eine Idee …« Einer antwortete: »Etwas, das auf jeden Fall einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.« Hinter dem witzigen Aufruf steckt natürlich die Idee, die Leute zum Wählen aufzurufen. Denn die Macher der Süßspeise fügten hinzu: »Wenn ihr aus dem Haus gehen könnt, um Ben & Jerry’s zu kaufen, könnt ihr auch rausgehen, um eure Stimme abzugeben.«

Brief
Die Mutter der in Russland inhaftierten Rucksacktouristin Naama Issachar, Yaffa, hat sich in einem offenen Brief auf Facebook an Präsident Reuven Rivlin gewandt: »Es ist völlig unverständlich, dass Sie in Ihrer Residenz den Präsidenten Russlands empfangen werden, der meine Tochter Naama als politisches Pfand zur Erpressung benutzt.« Die 27-Jährige wurde in Moskau festgenommen, als Behörden in ihrem Gepäck bei einem Transitaufenthalt weniger als zehn Gramm Cannabis fanden. Sie wurde zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, eine völlig überzogene Strafe, wie Experten befinden. Weiter schrieb ihre Mutter, dass sie vorhabe, den Eintritt Putins und seiner Delegation in die Präsidentenresidenz in Jerusalem »mit meinem Körper zu blockieren«. Der russische Präsident wird Ende des Monats zur Antisemitismuskonferenz erwartet.

Ampel
Der Straßenverkehr hat nichts Rätselhaftes mehr. Die Stadt Safed, als Heimat zahlreicher jüdischer Mystiker bekannt, bekam ihre erste Ampel. Sie soll die ankommenden Fahrer bei der Anreise aus dem Norden an der Birya-Kreuzung leiten. Bürgermeister Shuki Ohana findet, dass die Ampel sehr bedeutungsvoll ist. »Wir können uns an keine derart große Revolution in der Stadt erinnern«, sagte er dem Sender Kan mit einem Augenzwinkern. »Wir haben lange ohne die Verkehrsanlage gelebt, doch jetzt bewegen wir uns einen riesigen Schritt vorwärts.« In Safed, das in Galiläa im Norden des Landes liegt, leben rund 40.000 Einwohner.

Hilfe
Der Jerusalemer Zoo will seinen tierischen Freunden in Australien helfen. Er sammelt Spenden, um Materialien direkt an das dortige Animal Rescue Collective zu senden. »Der Biblische Zoo in Jerusalem und alle seine Mitarbeiter sind entsetzt über die grauenhaften Feuer und die weitreichende Zerstörung des einzigartigen Wildlebens«, so die Leitung des Tierparks. Auf Initiative seines internationalen Pressesprechers, der selbst aus Down Under stammt, will der Zoo Brand- und Wundsalben, Babyflaschen, Spritzen, Desinfektionsmittel, Milchersatz und anderes in Australien kaufen, um es direkt an die Helfer vor Ort weiterzuleiten. Die Buschbrände begannen in New South Wales, wo nach wie vor 130 Feuer lodern. Mittlerweile brennt es auch an mehr als 30 Stellen in Victoria. Nach Schätzungen von Experten in Sydney sind mittlerweile rund eine halbe Milliarde Tiere von den Feuern betroffen. Der Zoo in Jerusalem hat eine enge Verbindung zu dem Land. In seinem »Australia Yard« leben mehrere Kängurus und Känguru-Ratten, ein Kasuar, ein Kookaburra und blauzüngige Eidechsen.

Fussball

Union Berlin erkämpft sich »ein dreckiges 1:0« gegen Maccabi Haifa

Doch nicht allein der Sport stand bei dem Auswärtsspiel im Mittelpunkt

von Thomas Wolfer  26.11.2021

Pandemie

»Schlimmste Variante, die wir bislang gesehen haben«

Bisher grassiert die Delta-Variante des Coronavirus in Europa und bringt die Gesundheitssysteme einiger Länder bereits an ihre Grenzen. Jetzt verbreitet sich in Südafrika eine neue Variante mit ungewöhnlich vielen Mutationen. Die Besorgnis ist groß

von Hans-Hermann Nikolei  26.11.2021

Pandemie

»Anlass zur Sorge«: Neue Corona-Variante aus Südafrika in Israel entdeckt

Wissenschaftler: Wirksamkeit der bislang bekannten Vakzine gegen diese Virusvariante noch unklar

 26.11.2021 Aktualisiert

Pandemie

Israel fürchtet fünfte Corona-Welle

Aus Sicht von Experten kommt der jüngste Anstieg der Zahl von Neuinfektionen zu früh und zu schnell

 25.11.2021

Tourismus

Wer darf nach Israel? Zweiter Test nach Einreise im Gespräch

Corona-Kabinett in Jerusalem erwägt zusätzliche Maßnahmen. Deutschland unterdessen als »orange« eingestuft

von Sabine Brandes  25.11.2021

Jerusalem

»Eindrücke, die uns noch lange beschäftigen«

Eine Delegation des 1. FC Union Berlin hat die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht

 25.11.2021

Pandemie

Vierte Impfung gegen fünfte Welle

Noch keine neuen Restriktionen in Israel trotz steigender Neuinfektionen

von Sabine Brandes  25.11.2021

Diplomatie

Anruf in Ankara

Die israelisch-türkischen Beziehungen sind eisig. Könnte die Festnahme eines Urlauberpaares zur Annäherung führen?

von Sabine Brandes  25.11.2021

Strömender Regen sorgte für nasse Füße.

Nachrichten

Regen, Hilfe, Gewalt

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  25.11.2021