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Tunnel, Glückwunsch, Freiheit

Unter der Kotel Foto: picture alliance / Design Pics

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Tunnel, Glückwunsch, Freiheit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  06.08.2021 14:27 Uhr

Tunnel
Anfang August werden die Western Wall Heritage Foundation und die Antikenbehörde eine neue Route durch den Tunnel der Kotel eröffnen. Die Archäologen legten zwei identische prächtige Säle offen, in ihrer Mitte ein kunstvoller Brunnen. Die Erschließung dieses Tunnelteils begann bereits vor 200 Jahren, mittlerweile sind die Arbeiten abgeschlossen und ermöglichen Besuchern einen Einblick in die antiken Gebäudestrukturen der heiligen Stätte. »Es ist aufregend, ein so großartiges Bauwerk aus der Zeit des Zweiten Tempels zu enthüllen«, so der Vorsitzende der Foundation, Soli Eliav. Die Kammern sind Teil eines neuen Rundgangs durch die Westmauer-Tunnel, bei dem die Besucher zum ersten Mal auf der gesamten Strecke zwischen Überresten aus dieser Zeit wandern können.

Glückwunsch
Premier Naftali Bennett gratulierte dem Goldmedaillengewinner Artem Dolgopyat. »Sie haben blau-weiße Geschichte geschrieben«, freute sich der Regierungschef in seinem Anruf. Dies bedeute großen Stolz und Freude für die gesamte Bevölkerung Israels. Dolgopyat hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold im Turnen geholt. Der Athlet zeigte sich begeistert: »Ich habe meinen Traum realisiert und den Staat Israel würdig vertreten. Ich möchte allen danken, die mit mir in diesem Moment zusammen waren. Es hat mein Herz erwärmt.«

Freiheit
Drei israelische Filmemacher, die in Nigeria im Gefängnis saßen, sind wieder in Freiheit. Rudy Rochman, Andrew Noam Leibman und der französisch-israelische Journalist Edouard David Benaym waren am 9. Juli in einer Synagoge festgenommen worden. Die drei arbeiteten an einer Dokumentation über jüdische Gemeinden in Afrika, als sie plötzlich von maskierten Männern verhaftet wurden. Der Vorwurf lautete, dass sie Kontakt zu Separatisten im Südosten des Landes gehabt hätten. In einer Erklärung schrieben die drei, sie seien irrtümlicherweise verhaftet und 20 Tage lang unter grauenvollen Verhältnissen eingekerkert worden. »Ich bin sehr froh, dass Rudy, Andrew und David frei und zurück in Israel sind«, twitterte Außenminister Yair Lapid.

Pfade
Der Bürgermeister der portugiesischen Stadt Castelo de Vide unterstützt eine Initiative, die Pfade der Juden zu markieren, die im Zuge der spanischen und portugiesischen Inquisition fliehen mussten. Das Projekt, das mehrere Jahre andauern soll, wird von Walter Wassercier, dem Vizepräsidenten der hispanisch-israelischen Handelskammer, geleitet. Initiiert wurde es von Alan Schneider, dem Direktor des B’nai B’rith World Center in Jerusalem. »Die sefardische Route in die neue Welt« wird Tausende von Kilometer aus den jüdischen Zentren in Spanien und Portugal bis nach Nordafrika, den Niederlanden, Israel und in die neue Welt abdecken.

Kabel
Google hat Pläne angekündigt, zwei unterirdische Kabelsysteme zu bauen, die den Nahen Osten mit Südeuropa und Asien verbinden sollen. Eines der Projekte mit dem Namen »Blaues U-Boot« wird Israel an Italien, Frankreich und Griechenland anbinden. Das »Raman-U-Boot« soll Jordanien, Saudi-Arabien, Dschibuti, Oman und Indien zusammenführen. Die Kabel werden je 16 Glasfaser-Paare enthalten, die die Netzwerkkapazität erhöhen, hieß es. 2024 soll alles fertig sein. Google wird dafür mit der italienischen Telekommunikationsfirma »Sparkle« zusammenarbeiten. Die Kosten werden mit rund 400 Millionen US-Dollar angegeben.

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