Washington D.C.

Trump: »Letzte Warnung« an Hamas

Präsident Donald Trump am Wochenende auf der Andrews Air Force Base in Maryland bei Washington D.C. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die palästinensische Terrororganisation Hamas zu einer Zustimmung zu einem Waffenstillstandsabkommen für den Gazastreifen aufgefordert. »Die Israelis haben meine Bedingungen akzeptiert. Jetzt ist es an der Hamas, dasselbe zu tun«, erklärte er am Sonntag über sein Netzwerk Truth Social. Es handele sich um seine »letzte Warnung«, ein weiteres Ultimatum werde es nicht geben.

Die Terroristen der Hamas bestätigten Medienberichten zufolge, sie hätten über Vermittler Vorschläge aus den USA erhalten, die in Richtung eines Abkommens führen könnten. Man sei im Gespräch, um diese Ideen weiterzuentwickeln, hieß es in einer Stellungnahme, ohne dass Einzelheiten genannt wurden.

Die Hamas betonte zugleich, die Freilassung der Geiseln sei nur im Tausch gegen einen »klaren Beschluss zur Beendigung des Krieges« sowie den vollständigen Abzug der israelischen Armee aus Gaza denkbar. Den Krieg, den die Terrororganisation beenden will, hatte sie am 7. Oktober 2023 selbst begonnen. Die Terroristen hatten bei den Massakern im Süden Israels rund 1200 Menschen getötet und 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

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»Tot oder lebendig«

Trump zeigte sich zuversichtlich. Auf der Rückreise von New York nach Washington erklärte er vor Journalisten, er gehe davon aus, dass es »sehr bald« eine Vereinbarung über Gaza geben werde. Alle Geiseln würden freikommen, »tot oder lebendig«, fügte er hinzu. »Ich glaube, wir werden sie alle bekommen«, so der Republikaner.

Bereits am Samstag hatte der israelische Fernsehsender N12 berichtet, Trump habe Hamas einen neuen Vorschlag übermitteln lassen. Demnach sollen die noch 48 verbliebenen Geiseln gleich zu Beginn einer Waffenruhe freikommen. Im Gegenzug würde Israel Tausende palästinensische Gefangene freilassen. Während der Feuerpause solle zudem über eine endgültige Beendigung des Krieges in Gaza verhandelt werden.

Ein israelischer Regierungsvertreter bestätigte, das Papier werde »ernsthaft erwogen«, ohne sich jedoch zu weiteren Details zu äußern.

Unterdessen erhöhte Israels Verteidigungsminister Israel Katz den Druck auf die Hamas. Er forderte die sofortige Freilassung der 48 Geiseln, die seit 703 Tagen festgehalten werden. »Heute wird ein gewaltiger Hurrikan über den Himmel der Stadt Gaza hereinbrechen und die Dächer der Terror-Hochhäuser werden beben«, schrieb Katz auf der Plattform X.

»Dies ist die letzte Warnung an die Mörder und Vergewaltiger der Hamas in Gaza und in den Luxushotels im Ausland: Lasst die Geiseln frei und legt die Waffen nieder – oder Gaza wird zerstört und ihr werdet vernichtet«, schrieb Katz weiter. Die israelische Armee bereite sich weiter auf eine Ausweitung des Einsatzes vor. im/dpa

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