Corona-Pandemie

Tourismus in Israel bricht um 76 Prozent ein

Corona-bedingte Leere am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv Foto: Flash 90

Mit 783.000 Touristen von Jahresbeginn bis September ist der Tourismus in Israel um 76 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückgegangen. Die Branche sei damit eines der Hauptopfer der Covid-19-Krise im Land, sagte die neue Tourismusministerin Orit Farkasch Hacohen laut Mitteilung des Ministeriums von Mittwoch. Der Gesamtverlust seit Jahresbeginn beläuft sich bisher auf umgerechnet drei Milliarden Euro.

STRATEGIE Sie habe mit dem Gesundheitsminister vereinbart, einen Entwurf für eine Ausstiegsstrategie für die Branche vorzulegen, erklärte Farkasch Hacohen. Unter anderem solle die Einrichtung von »grünen Inseln« geprüft werden.

Dabei sollen isolierte Touristengebiete geschaffen werden, die »einen gesunden und wirtschaftlichen Urlaub« ermöglichen. Die Öffnung der Branche wäre laut der Ministerin Teil der Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit, des emotionalen Stresses, der Wirtschaft und der Krise. kna

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Nahost

Israels Armee zerstört Haus im Westjordanland

Hintergrund ist eine tödliche Auseinandersetzung mit Siedlern und Soldaten im vergangenen Monat

 11.08.2026

Jerusalem

Netanjahu setzt umstrittenen Unternehmer auf Likud-Liste

Der neue Kandidat hatte US-Präsident Trump unlängst als »ein moralisch korrumpiertes Stück Scheiße« bezeichnet, revidierte seine Meinung jedoch nun. Derweil deutet sich im Likud ein Streit über Listenplätze an

 11.08.2026

Nahost

Israel erwartet Täuschung durch zwei arabische Staaten

Medienberichten zufolge soll der jüdische Staat mit scheinbaren diplomatischen Annäherungen in Sicherheit gewogen und dann angegriffen werden

 11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  11.08.2026

Diplomatie

Kolumbien erkennt Israels Souveränität über den Golan an

Die neue Regierung in Bogotá will auch die kolumbianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Unterdessen hat Israel Soforthilfe für die Opfer des schweren Erdbebens in Kolumbien zugesagt

 10.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  10.08.2026